Verfahren

Das Promotionsverfahren an der Philosophischen Fakultät gliedert sich in folgende Abschnitte:

 

Abschnitt I Vorüberlegungen

Um an der Philosophischen Fakultät promovieren zu können, müssen Sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. In Zweifelsfällen können Ihnen zusätzliche Prüfungen auferlegt oder es kann eine förmliche Promotionseignungsprüfung erforderlich werden.

Sie benötigen ein Thema für Ihre Dissertation und dieses muss einem an der Philosophischen Fakultät vertretenen Fach zuordenbar sein. Außerdem benötigen Sie die Zustimmung dreier Mentoren, Ihre Arbeit zu betreuen. Ihre Promotion wird von einem Promotionsmentorat betreut; ein Mitglied des Mentorats ist Ihr/e Erstbetreuer/in (Doktorvater bzw. -mutter). Ihr/e Erstbetreuer/in wird von Ihnen ein Exposé verlangen, mit dem Sie Ihr Thema und den zu erwartenden Erkenntnisgewinn umreißen.

Ferner wird Ihr/e Erstbetreuer/in mit Ihnen zusammen einen Arbeitsplan zur Durchführung Ihres Promotionsvorhabens absprechen und eine Mentoratsvereinbarung aufsetzen.

 

Abschnitt II Zulassung als Doktorand/in

Den Antrag auf Zulassung als Doktorand/in müssen Sie an die Fakultät richten. Die für Promotionen zuständige Geschäftsstelle ist das Prodekanat der Fakultät. Zur Vermeidung von Wartezeiten und unnötigen Wegen sollten Sie einen Termin vereinbaren und alle für die Zulassung als Doktorand/in erforderlichen Unterlagen dabei haben. Über die Zulassung erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid, in dem auch ein Studienfach ausgewiesen wird, für das Sie sich für ein Promotionsstudium einschreiben können.

Mit der Zulassung als Doktorand/in wird die Mentoratsvereinbarung wirksam und es beginnt Ihr Promotionsvorhaben.

Ihr Promotionsvorhaben wird intensiv von Ihrem Mentorat betreut. Sie nehmen an Oberseminaren, Doktorandenkolloquien und anderen akademischen Veranstaltungen Ihres Promotionsfachs teil und erhalten parallel dazu ein Fortbildungsprogramm, das Ihnen weitere Kompetenzen insbesondere für Ihr späteres Berufsleben vermitteln wird.

Das Fortbildungsprogramm soll einerseits das Bewusstsein für typische Problemfelder schärfen, andererseits konkret auf eine Führungsposition vorbereiten. Zunächst werden im ersten Jahr Rechtsanwendung und Grundzüge des Arbeitsrechts sowie Aspekte der Arbeitgeberverantwortung vermittelt, abgerundet durch einen Erste-Hilfe-Kurs. Im zweiten Jahr erhalten Sie eine grundlegende Schulung zu formellen Verwaltungsabläufen, ferner werden Grundzüge des Datenschutzes und des Urheberrechts unterrichtet. Weiterhin erhalten Sie ein intensives Seminar zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Im dritten Jahr erhalten Sie eine intensive Schulung zu Führungsaufgaben und zu Personalauswahlverfahren. Ein Drittmittelworkshop sowie ergänzende, freiwillige Seminare, die kurzfristig bekannt gegeben werden, beenden das Kursprogramm.

Die Lehrenden sind durchgängig Experten auf ihrem Gebiet. Sie stammen aus der Philosophischen Fakultät, aus dem Verwaltungsbereich und den zentralen Einrichtungen der Universität Würzburg sowie aus wissenschaftsnahen Berufsfeldern außerhalb der Universität.

Nach Durchlaufen des Programms sollten Sie insbesondere die folgenden Kompetenzen erworben haben:

  • Vorschriften und Arbeitsverträge lesen und interpretieren;
  • Arbeitgeberverantwortung übernehmen und Erste Hilfe leisten;
  • formelle Fehlentscheidungen, Bußgelder und Abmahnungen wegen Verstößen gegen Vorschriften des allgemeinen Verwaltungsrechts, des Datenschutz- oder Urheberrechts vermeiden;
  • mit den Presseorganen angemessen umgehen;
  • den Wechsel vom Kollegen zum Vorgesetzten erfolgreich vollziehen;
  • Personalauswahlgespräche führen können und dabei Rückschlüsse auf die eigenen Bewerbungen ziehen;
  • mit Drittmitteln umgehen.

Das Fortbildungsprogramm ist so angelegt, dass es in einem Zeitraum von drei Jahren besucht werden kann. Es ist aber auch möglich, die Fortbildungen über einen längeren Zeitraum zu strecken oder in einem kürzeren Zeitraum durchzuführen.

Die Fortbildungen werden als Workshops im Umfang von jeweils ein bis drei Nachmittagen durchgeführt. In Einzelfällen, z. B. um Reisespesen externer Dozenten zu sparen, kann ein Workshop auch ganztägig durchgeführt werden. Die Philosophische Fakultät behält sich vor, die Themengebiete je nach Verfügbarkeit externer Dozenten zu ändern.

Die konkreten Termine für die einzelnen Veranstaltungen werden vom Prodekanat der Philosophischen Fakultät bekannt gegeben und können auch im Online- Vorlesungsverzeichnis abgerufen werden.

Die Einzelheiten hierzu werden in Ihrer Mentoratsvereinbarung geregelt. Mit der Möglichkeit, im Rahmen des Forschungsfonds Anträge auf Sachkostenunterstützung zu stellen und an externen Fortbildungen teilzunehmen, wird Ihre strukturierte Promotion abgerundet.

 

Abschnitt III Zulassung zur Doktorprüfung

Der Antrag auf Zulassung zur Doktorprüfung wird ebenfalls an die Fakultät gerichtet. Zuständig ist wiederum das Prodekanat.

Die Dissertation wird mit den vollständigen Unterlagen im Prodekanat eingereicht.

Ihre Zulassung zur Doktorprüfung wird Ihnen nach Prüfung der Unterlagen zugestellt und die Dissertation wird den Gutachtern für das Begutachtungsverfahren zugesandt.

Wurde die Dissertation angenommen, so bestellt der/die Vorsitzende des Promotionsausschusses das Prüfungsgremium und bestimmt den Termin für die mündliche Prüfung, zu der die Kandidatin schriftlich geladen wird.  

 

 

Abschnitt IV Veröffentlichung der Dissertation und Ablieferung der Pflichtexemplare

Nach dem Bestehen der Doktorprüfung ist der Kandidat verpflichtet, innerhalb eines Jahres die Dissertation in ihrer genehmigten Fassung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Belehrung, die von Ihnen nach Ihrer mündlichen Prüfung unterzeichnet wurde, regelt Näheres!

 

Abschnitt V Vollzug der Promotion

(Hier erscheinen in Kürze weitere Informationen zum Abschnitt V)

 

 

Merkblätter und Anträge

Initiates file downloadAntrag auf Zulassung als Doktorand/in