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    Lehrstuhl für Altorientalistik

    Altbabylonische Alltagstexte aus der Sammlung Ojeil

    Wirtschaft und Gesellschaft der babylonischen Stadt Isin im 19. und 18. Jahrhundert v. Chr.: Die Evidenz von Tontafeln aus der Sammlung Ojeil

    Post-Doc-Stipendiatin: Dr. Giovanna Matini

    Das Projekt wird durch ein Post-Doc-Stipendium im Rahmen des SCIENTIA-Programmes (Qualifikationsprogramm für Wissenschaftlerinnen der Bayerischen Gleichstellungsförderung) vom August 2020 bis Juli 2022 finanziert.

    Das Forschungsvorhaben besteht in der Entzifferung von unpublizierten Urkunden und Briefen aus der italienischen Privatsammlung Ojeil, die in die altbabylonische Zeit datieren (1. Häfte des 2. Jahrtausends v. Chr.) und mutmaßlich aus der Stadt Isin stammen. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei um das Familienarchiv eines gewissen Ilī-tajār und seiner Kinder handelt, denn die Texte informieren uns über seine Geschäfte und die seiner Söhne Sîn-erībam, Būr-Adad, Sîn-iddinaššu und Sîn-iqīšam sowie seiner Tochter Narāmtum. Das corpus beleuchtet Aspekte des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens während des stetigen Zerfalles der einstigen Großmacht Isin im ausgehenden 19. und beginnenden 18. Jahrhundert v. Chr.

    Die Untersuchung der Texte, welche die bereits 2014 begonnene Veröffentlichung der altbabylonischen Urkunden der Sammlung Ojeil abschließt, erfolgt u. a. aufgrund von digitalen 3D-Modellen der Originaltontafeln, die im Rahmen des Projekts "Duplicazione&Rinascita" (Leitung Prof. Dr. Claudio Saporetti, Universität Pisa) im Jahr 2008 hergestellt wurden.

     

     

    3D-Modell einer Tontafel aus der Sammlung Ojeil 
    Quelle: Laboratorio di Assiriologia, Università degli Studi di Pisa