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Intern
    Lehrstuhl für klassische Archäologie

    Ausstellungsarchiv

    Ausstellungsarchiv der Antikensammlung


    MUS-IC-ON!
    Klang der Antike

    10.12.2019 - 04.10.2020

    MUSIK ist zweifellos ein Momentum, mit dem sich alle Kulturen, ob vergangene oder gegenwärtige, auseinandersetzen. Die eigene Musik zu verstehen verlangt aber auch, nach Klängen und Musik der Vergangenheit zu fragen. Beim Blick auf antike Musikkulturen – des Vorderen Orients, Ägyptens, Griechenlands und Roms – offenbaren sich dem Betrachter kulturelle Konstanten, deren Vermächtnis sich in unserer abendländischen Musik erhält.

    Die Sonderausstellung MUS-IC-ON! ebnet durch viele Leihgaben aus dem In- und Ausland den Weg zu einem alle Sinne umfassenden Verständnis der Musik antiker Kulturen. Tauchen Sie an spielbaren Nachbauten antiker Musikinstrumente aktiv in antike Klangwelten ein und lernen Sie über Vasenbilder und Reliefs die konkrete Funktion der Musik kennen.

    Zur Ausstellung MUS-IC-ON! ist ein ansprechender Begleitband bei Würzburg University Press erschienen, in dem internationale Forschungsergebnisse zum Klang der antiken Kulturen des Vorderen Orients, Ägyptens, Griechenlands und Roms in Originalbeiträgen versammelt sind. – XX u. 224 Seiten. Er ist für 36 Euro (zzgl. Porto) bestellbar. Schreiben Sie einfach eine Bestellmail anmuseum.ant@uni-wuerzburg.de

    Die Online-Version finden Sie hier.


    Ovid. Amor fou
    Zwischen Leidenschaft und Lächerlichkeit

    14.03.2018 - 15.07.2018

    „Soll ich nachgeben oder das Feuer, das sich eingeschlichen hat, durch meinen Widerstand noch weiter anfachen?“

    Ovid, der römische Lehrmeister der Liebe, erklärt sich in seinen Amores selbst für ohnmächtig angesichts der Gefühle, die der von kindlicher Willkür getriebene Cupido mit seinen Pfeilen auszulösen vermag. Dabei sind die Konsequenzen oft unabsehbar: Kraft der Liebe lassen sich ganze Berge versetzen, aber sie kann ihre Zielpersonen auch mit verhängnisvoller Blindheit schlagen. Wie also umgehen mit dieser Macht, die selbst Göttinnen und Helden in ihren Bann zwingt?

    Jede Zeit findet dafür ihre eigenen Bilder und Ansichten. So beleuchtet die Ausstellung, woher der Verfasser von Ars amatoria und Metamorphosen seine Inspirationen bezog, aber vor allem, wie es ihm gelungen ist, durch die Kunst seiner Verse die Nachwelt zu immer neuen Imaginationen seiner Liebesgedichte und -erzählungen anzustiften.


    Ninive
    Bilder aus Sanheribs
    »Palast ohnegleichen«

    21.10.2016 - 19.03.2017

    Der assyrische König Sanherib (705–681 v. Chr.) gründete in Ninive eine neue Hauptstadt und errichtete dort eine prächtige Residenz, die er selbst »Palast ohnegleichen« nannte. Der in der abendländischen Geschichte vor allem als Belagerer Jerusalems bekannte Herrscher ließ den Palast vollständig mit Reliefs ausstatten, auf denen seine Feldzüge und Bautätigkeiten detailliert dargestellt sind.

    Als diese Reliefs Mitte des 19. Jahrhunderts ausgegraben und im British Museum ausgestellt wurden, rief die wiederentdeckte Bilderwelt der   Assyrer eine Sensation hervor. Aber nicht alle Reliefs wurden nach London gebracht, viele blieben auch an Ort und Stelle. Diese Reliefs wurden im Jahr 2002 von einem Turiner Konservatorenteam in hochauflösenden Digitalfotografien dokumentiert.

    Die vom Lehrstuhl für Altorientalistik im Rahmen des Würzburger Altertumswissenschaftlichen Zentrums und in Zusammenarbeit mit dem Centro Scavi in Turin erstellte Ausstellung zeigt zahlreiche Fotografien der Reliefs, die 2015 von Anhängern des sog. Islamischen Staats (IS) vermutlich zerstört worden sind. Die Detailaufnahmen der Reliefs vermitteln einen Eindruck von der großen Fähigkeit der assyrischen Steinmetze, die zeitgenössische Lebenswirklichkeit einzufangen, und offenbaren damit einen unwiederbringlichen kunstgeschichtlichen Reichtum.


    Herakles in Neuseeland
    Bilder von Marian Maguire

    23.01.2016 - 22.05.2016

    „Ko wai koe? – Wer bist Du?“ Die Frage des Māori richtet sich unmittelbar an den seltsamen Krieger vor ihm, der einer griechischen Vase der archaischen Epoche entsprungen scheint. Das Aufeinanderprallen zweier Menschen-Bilder trotz unüberbrückbarer Distanzen in Raum und Zeit. Und doch lässt die ‚Kriegsbemalung‘ der beiden vermuten, dass eine gewisse Verwandtschaft zwischen ihnen besteht.

    In ihren Lithographien und Radierungen setzt sich Marian Maguire kritisch mit der Geschichte Neuseelands auseinander. Indem sie die westliche Kolonialmacht unter ihrem Anführer James Cook in die Rolle des antiken Helden Herakles versetzt, wird die etablierte Perspektive eines zivilisatorischen Gefälles zwischen westlicher und pazifischer Welt wirksam gestört. Ein Dialog auf Augenhöhe entsteht. So rühren die vordergründig skurril erscheinenden Bilder der Künstlerin an wesentliche, sehr aktuelle Fragen des Menschseins: Wie begegne ich dem Fremden und was macht diese Begegnung mit meiner eigenen, kulturellen Identität?


    Augen & Blicke - Das Sehen in der bildenden Kunst
    von Alt-Ägypten bis zur Moderne

    09.12.2015 - 02.04.2016

    Unter den menschlichen Sinnesorganen nimmt das Auge eine Sonderstellung ein: Sowohl für die Wahrnehmung als auch für die Gestaltung der Welt ist es von übergeordnetem Rang. Die bildenden Künste haben darauf mannigfach reagiert. Als Körperteil oder als Symbol spielt das Auge in Kunstwerken aller Zeiten eine prominente Rolle; Blicke werden als Mittel der Bilderzählung eingesetzt oder stellen Verbindungen zur Transzendenz her.

    Anhand von viereinhalb Jahrtausenden Kunst aus den Sammlungen des Martin von Wagner Museums erkundet die Ausstellung die äußerst vielgestaltige Darstellung des Sehens in den unterschiedlichsten Bildmedien. Jede der elf Sektionen nähert sich der Visualisierung von Visualität unter einer jeweils anderen Fragestellung. Aus dem Verfolgen des einen Themas durch mehrere Jahrtausende kristallisieren sich letztlich menschliche Grundfragen heraus: nach Selbsterkenntnis, Liebeserkenntnis, Gotteserkenntnis.


    Zu Gast bei der Königin von Saba - Archäologische
    Funde und Forschungen im antiken Südarabien

    12.05.2015 - 04.10.2015

    Von Mai bis Anfang Oktober 2015 präsentiert die Antikensammlung des Martin von Wagner Museums erstmals eine Ausstellung zum antiken Südarabien (Jemen), dem sagenumwobenen Land der Königin von Saba, aus dem die Mittelmeerkulturen Weihrauch und Myrrhe bezogen.

    Die Sonderausstellung führt eine Posterpräsentation des Instituts für Klassische Archäologie der Universität Heidelberg und Objekte aus dem Archäologischen Museum der Universität Münster zusammen, die faszinierende Einblicke in die exotischen Zeugnisse der antiken Reiche am Golf von Aden gewähren.

    Die von Computeranimationen begleitete Posterausstellung kreist vor allem um die Rekonstruktion zweier spektakulärer Bronzestatuen sowie um die Entdeckungen der jüngsten Ausgrabungen in Zafar, wo die Überreste eines monumentalen Heiligtumkomplexes mit aufsehenerregenden Relieffriesen freigelegt wurden.

    Aus der Universität Münster stammen u. a. Skulpturen, Münzen und Tongefäße, die einen Querschnitt aus Kunst und Kunsthandwerk der südarabischen Reiche repräsentieren. Neben eindrucksvollen Köpfen und Statuetten aus Alabaster werden auch Stelen mit Inschriften präsentiert, die über die antiken Vorläufer der arabischen Sprache Aufschluß geben.

    Verteilt über zwei Räume bietet die Ausstellung einen vielseitigen Zugang zu den Hinterlassenschaften einer versunkenen Hochkultur, als Arabien von den Völkern Europas noch als 'das Glückliche' apostrophiert wurde.


    Leuchtende Antike - Lampen aus dem Mittelmeerraum

    11.12.2014 - 19.04.2015

    Licht in allen vorstellbaren Abstufungen, verfügbar zu jeder Tages- und Nachtzeit: Für die Menschen von heute ist das selbstverständlich. In der Antike dagegen war das Leben fast ausschließlich auf die Sonnenstunden ausgerichtet. Zur „Verlängerung“ des Tages musste man sich überwiegend mit kleinen Leuchtkörpern aus Ton zufrieden geben, in denen Öl verbrannt wurde. Diese Lampen rußten stark und gaben ihrer Umgebung kein wirklich helles Licht.

    Die Sonderausstellung zeigt Tonlampen aus griechischer, römischer, ägyptischer und nordafrikanischer Herstellung. Viele davon haben noch heute Rußspuren an den Dochtlöchern. Verwendet wurden sie als Beleuchtung fürs Abendessen, bei Bestattungen oder im Götterkult.

    Die Ausstellung thematisiert auch das Produktionsverfahren und dessen technischen Fortschritt. Je nach Produktionsart und -ort weisen die Lampen charakteristische Besonderheiten auf: In Ägypten zum Beispiel waren Leuchten mit fünf bis 20 Dochtlöchern besonders populär. Erarbeitet wurde die Schau von Studierenden der Klassischen Archäologie.


    GRiechisch - ägYPTISCH. Tonfiguren vom Nil

    15.10.2013 - 05.10.2014

    „GRiechisch-ägYPTISCH: Tonfiguren vom Nil“, so heißt eine aktuelle Sonderausstellung im Martin von Wagner Museum der Uni Würzburg im Südflügel der Residenz. Die Schau zeigt griechisch-römische Statuetten aus Ägpyten.

    Die Figuren erlauben Einblicke in die populäre Alltagskunst Ägyptens in der Zeit nach der Eroberung durch Alexander den Großen und unter den römischen Kaisern. Damals lebte am Nil ein Völkergemisch aus Griechen, Römern und Ägyptern – und damit eine der frühesten multikulturellen Gesellschaften der Menschheit.

    Eine bunte Welt aus Göttern, Menschen und Tieren führt den Besuchern vor Augen, wie die verschiedenen Bevölkerungsgruppen damals zu einer gemeinsamen Sprache der Bilder fanden. Diese Sprache drückt religiöse Überzeugungen ebenso aus wie Träume vom irdischen Glück.

    Zur Austellung ist ein Begleitband bei Schnell & Steiner erschienen: J. Griesbach (Hrsg.), GRiechisch - ägYPTISCH. Tonfiguren vom Nil (Regensburg 2013).