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    Lehrstuhl für Europäische Ethnologie / Volkskunde

    31.05. - Vortragsreihe Designanthropologie


     

    Judith-Frederike Popp

    „Etwas in die Welt stellen – Designhandlungen als Herausforderung für eine interdisziplinäre Theoriebildung“

    Abstract

    Wenn Design stattfindet, ergeben sich Potenziale zur Realisierung grundlegender menschlicher Orientierungsformen: epistemische Ausrichtungen auf neues Wissen, praktisch-zweckgerichtete Perspektiven auf Problemlösungen und die Herstellung gewünschter Verhältnisse sowie ästhetische Strukturierungen von Umwelt und Erfahrung.

    Gerade zeitgenössisches Design greift auf diese vielfältigen Dimensionen sowie ihr Zusammenspiel zurück, um nicht allein schön anzusehende Lösungen für bereits ausdefinierte Probleme zu liefern, sondern um Lebenswelten und die menschlichen Selbstverständnisse darin neu zu denken. Damit rühren Designpraktiken an philosophische Grundsatzfragen dazu, wie wir leben und was wir tun wollen und sollten. Dieser Vortrag geht der Überlegung nach, inwieweit die komplexe Dynamik aktueller Verhältnisse und Krisen bei der Verhandlung dieser Fragen eine enge Zusammenarbeit von Design, Philosophie und Anthropologie erfordert. Daran anschließend werden Herausforderungen diskutiert, die mit einer solchen interdisziplinären Verknüpfung von konkreten Praktiken, empirischer Forschung und geisteswissenschaftlicher Theoriebildung einhergehen können.

    Bios:

    Judith-Frederike Popp; Philosophin; wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-Doc) am Theoriebereich der Fakultät Gestaltung an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg Schweinfurt; 2020-2021 Forschungsstipendiatin des DAAD in Wien (Akademie der bildenden Künste). Aktuelles Forschungsprojekt: „Selbstbestimmung, Selbstverhältnis, Selbstgestaltung. Vollzüge ästhetischen Subjektseins“; Publikationen (Auswahl): „Von der Kunst, sich fremd werden zu können. Der ästhetische Standpunkt als Korrektiv praktischer Vernünftigkeit“, in: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft, 63/2 (2018);  Irrationalität als Wagnis. Philosophische Theorie und psychoanalytische Praxis, Weilerswist 2019; „Vom Schauen und Erschaffen, vom Nutzen und Entwerfen. Das Zusammenspiel von Produktion und Rezeption in Kunst und Design“, in: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft, 65/2 (2020), Aufklärung durch Gestaltung digitaler Umwelten (mit Christian Bauer und Gerhard Schweppenhäuser), Wiesbaden 2021.

     

     

      31.05.21, 10:15 Uhr

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        Fragen bitte an:
        Isabella Kölz M.A.
        isabella.koelz@uni-wuerzburg.de