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Deutsch Intern
    Lehrstuhl für Ägyptologie

    SÄK 2022

    Ägyptologie an der Schwelle zum nächsten Jahrhundert

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende und Promovierende,             

    nachdem die Pandemie in den letzten zwei Jahren zu einem Ausfall der SÄK 2020 und einer Nachholung durch die Mainzer Kolleginnen und Kollegen im digitalen Format 2021 führten, sind wir nun vorsichtig optimistisch, die SÄK im ägyptologischen Jubiläumsjahr 2022 wieder in Präsenz durchführen zu können und dazu nach Würzburg einzuladen. 2022 begeht die Ägyptologie ihren 200. Geburtstag – eine philologische Glanzleistung – und feiert den 100. Jahrestag der Entdeckung des Tutanchamun-Grabes, also der für die Außenwirkung des Faches wichtigsten archäologischen Entdeckung in Ägypten. Und so möchten wir 2022 ein neues Jahrhundert der Ägyptologie eröffnen, indem wir zur SÄK 2022 unter dem Titel

    Ägyptologie an der Schwelle zum nächsten Jahrhundert:

    Traditionen ∙ Trends ∙ Perspektiven

    vom 08.–10. Juli 2022 nach Würzburg einladen.

    Nach Jahren der Existenzängste wegen drohender Kürzungen, die sich teilweise bestätigt sahen, gibt es endlich positive Perspektiven: die deutschsprachige Ägyptologie ist im 200. Jahr ihres Bestehens sogar gewachsen, sei es, weil das Fach seine Chance in der Drittmitteleinwerbung genutzt hat, sei es, weil Ägyptologen cuiuscumque generis auf nicht-ägyptologische Lehrstühle berufen wurden, was die Vielseitigkeit des Faches unter Beweis stellt. Diese überaus ermutigende Entwicklung ist nicht zuletzt das Resultat der Einbeziehung zahlreicher Methoden und Ansätze naher und auch fernerer Fachdisziplinen. Philologische und linguistische Projekte nutzen digitale Methoden. Die archäologische Erforschung Ägyptens weitet ihre interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Spezialisten aus den verschiedensten Fachbereichen stetig aus. Im Resultat verabschiedet sich die Ägyptologie immer mehr aus ihrem Dasein als ‚Orchideenfach‘ und findet verstärkte Wahrnehmung über die Fachgrenzen hinaus. Gleichzeitig werden die traditionellen Kernforschungsgebiete des Faches, die auch die einmalige Stärke dieser letzten Königsdisziplin der Altertumswissenschaften, die Philologie, Archäologie, Kunstgeschichte und Geschichtswissenschaft verbindet, nicht aufgegeben, sondern durch Hinzuziehung neuer Methoden und Fragestellungen sinnvoll erweitert. Das soll sich im Programm der SÄK spiegeln.

    Im Vorfeld sind deshalb Kolleginnen und Kollegen angeschrieben worden, die die verschiedenen Teilgebiete der Ägyptologie spiegeln (Archäologie und Philologie jeweils in ihren diversen Ausprägungen), aber auch den interdisziplinären Bereich (bspw. Ägyptologie im Verhältnis zur Alten Geschichte, Baugeschichte, Medizin- und Pharmaziegeschichte) abbilden. Wir hoffen, daraus Panels bilden zu können, die von einem Leitreferat eingeleitet werden, zu denen sich dann Vorträge von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern gesellen. Diese Leitreferate können Berichte aus den eigenen Projekten oder ein Thema, das den Vortragenden am Herzen liegt, aber auch ganz programmatische Grundsatzreferate sein, die à la Posener die tâches prioritaires skizzieren, also zu den Perspektiven des Faches für die nächsten 100 Jahre zählen o.ä.. Solche Referate mögen gerne provokativ sein und zu lebendigen Diskussionen anregen.

    Darüber hinaus können Sie sich aber auch unabhängig davon zu einem Vortrag anmelden. Wir bitten um Zusendung Ihrer Vortragstitel und Angabe mit einer Zusammenfassung des Vortragsinhalts von max. 250 Wörtern bis zum 31. Januar 2022 an die E-Mail-Adresse: saek2022@uni-wuerzburg.de. Die Vortragslänge beträgt 20 Min. mit anschließender Diskussion (max. 10 Min.). Die Auswahl der Vorträge geschieht mit Blick auf die Panels und wird bis Anfang März 2022 abgeschlossen sein.

    Das Anmeldeformular finden Sie hier.

    Wir freuen uns sehr, Sie bald in Würzburg begrüßen zu dürfen!

    Mit den besten Grüßen,

    Dr. Carola Koch   PD Dr. Eva Lange-Athinodorou   Prof. Dr. Martin Stadler