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    Sammlungen-Provenienz-Kulturelles Erbe

    SPkE 2.0

    Bildergalerie

    „Sammlungen – Provenienz – Kulturelles Erbe 2.0“

    Öffentliche Ring-Vorlesung, WS 2017/18, jeweils Do., 18:15–20 Uhr, 
    Hörsaal 5 im Philosophiegebäude am Hubland Süd, Eintritt frei

    Spätestens seit dem „Fall Gurlitt“ (2012) ist das Thema Provenienzforschung für Kulturinstitutionen auf die Tagesordnung gerückt. Viele öffentliche Museen und Sammlungen haben seither entsprechende Forschungsprojekte vor allem zur sog. Raubkunst gestartet, in Würzburg das Museum im Kulturspeicher und das Museum für Franken. Dennoch gehört eine Sichtung der Bestände in vielen Häusern immer noch nicht zum Standard. Um eine, nicht nur auf die Zeit des Nationalsozialismus und auf Kunstwerke fokussierte, systematische Sammlungsforschung aufzubauen, haben die Fächer Kunstgeschichte, Museologie und Geschichte im Wintersemester 2016/17 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg den interdisziplinäre Masterstudiengang „Sammlungen – Provenienz – Kulturelles Erbe“ eingerichtet. 

    In diesem Zusammenhang stellt eine öffentliche Ringvorlesung in Kooperation mit dem Museum für Franken aktuelle Forschungsfelder und -ergebnisse vor. Gleich zu Beginn hält Prof. Dr. Gilbert Lupfer, Vorstand des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg, am 26. Oktober 2017 einen Überblicksvortrag zur Provenienzforschung. Die Vielfalt dieser Thematik veranschaulichen Beiträge zu Universitätsammlungen, Welterbestätten, privaten Kunstsammlungen oder jüdischen Ritualobjekten, während Vorträge zu Praxisfragen, Gender, Partizipation oder Konflikten um das Kulturerbe neue inhaltliche Ansätze beleuchten. Nach einem Blick von Dr. Monika Löscher auf die anders aufgestellt österreichische Provenienzforschung beschließt Dr. Alfred Grimm am 1. Februar 2018 die Vortragsreihe mit der Vorstellung des „Forschungsverbunds Provenienzforschung Bayern“. Themen und ReferentInnen in Einzelnen:

    26. Oktober 2017: Prof. Dr. Gilbert Lupfer (Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Deutsches Zentrum Kulturgutverluste Magdeburg): Woher kommt die Provenienzforschung und wo will sie hin?

    9. November 2017: Prof. Dr. Iris Wenderholm (Universität Hamburg): Zur Aktualität von Universitätssammlungen. Zwischen Bedeutungsforschung und Genderfragen – ein Werkstattbericht

    16. November: Dr. Tobias Strahl (Sarajevo): Kultur – Erbe – Konflikt: das Negativ des Diskurses zum kulturellen Erbe

    23. November 2017: Dr. Lisa Regazzoni (Goethe-Universität Frankfurt am Main): Das zweite Leben der Objekte. Wie Sammlungsbestände für neue Erzählungen erschlossen werden am Beispiel der Goethe-Universität.

    30. November 2017: Dr. Gerda Ridler (Oberösterreichisches Landesmuseum Linz): Privat gesammelt – öffentlich präsentiert. Zur Hochkonjunktur privater Museen zeitgenössischer Kunst

    7. Dezember: Bernhard Purin (Jüdisches Museum München): Geraubt und vergessen. Über den Umgang mit jüdischen Ritualobjekten in Bayern

    14. Dezember 2017: Prof. Dr. Barbara Welzel (TU Dortmund): Bilder im Museum: Kulturelles Erbe und Partizipation

    21. Dezember 2017: Prof. Dr. Armin Stock (Julius-Maximilians-Universität Würzburg): Das Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie – Entstehung, Bestände, Forschung und Aufgaben

    11. Januar 2018: Dr. Monika Löscher (Kunsthistorisches Museum Wien): 20 Jahre Provenienzforschung in Österreich. Grundlagen, Strukturen und Praxis

    18. Januar 2018: Dr. Sibylle Ehringhaus (Museum Georg Schäfer Schweinfurt): Liebermann, Menzel und Corinth: aus der Praxis der Provenienzforschung

    25. Januar 2018: Prof. Dr. Dr.h.c. Michael Schmidt (Brandenburg University of Technology Cottbus-Senftenberg): 
    Rundlingsdörfer im Wendland – zur kulturhistorischen Bedeutung einer mittelalterlich geprägten Siedlungslandschaft und des Niederdeutschen Hallenhauses als Beispiel vernakularer Architektur

    1. Februar 2018: Dr. Alfred Grimm (Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern, München): 
    Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern: Aufgaben – Beispiele – Perspektiven

    Eine Vorlesungsreihe der Fächer Geschichte, Kunstgeschichte und Museologie der JMU 
    in Kooperation mit dem Museum für Franken. Organisation: Dr. habil. Susanne Müller-Bechtel (Kunstgeschichte, susanne.mueller-bechtel@uni-wuerzburg.de). Ansprechpartner: Prof. Dr. Eckhard Leuschner (Kunstgeschichte, eckhard.leuschner@uni-wuerzburg.de); Prof. Dr. Guido Fackler (Museologie, guido.fackler@uni-wuerzburg.de) und Prof. Dr. Anuschka Tischer (Neuere Geschichte, anuschka.tischer@uni-wuerzburg.de).