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Intern
    Sammlungen-Provenienz-Kulturelles Erbe

    SPkE 3.0

    Bildergalerie

    Einladung zur öffentlichen Ring-Vorlesung 
    „Sammlungen – Provenienz – Kulturelles Erbe 3.0“ 

    WS 2018/19, jeweils Do., 18:15–20 Uhr, 
    Hörsaal 5 im Philosophiegebäude am Hubland Süd, Eintritt frei

    Öffentliche Ringvorlesung der Fächer Geschichte, Kunstgeschichte und Museologie der Universität Würzburg in Kooperation mit dem Museum für Franken und dem Museum am Dom

    Die aktuelle Berliner Ausstellung zur vieldiskutierten Gurlitt-Sammlung, die anhaltende Diskussion um den Umgang mit dem kolonialen Erbe im Humboldt-Form, aber auch zunehmende Projekte zum Verbleib im „Dritten Reich“ geraubter Kunst- und Kulturgüter (in Würzburg etwa im Museum am Dom, im Museum für Franken und im Museum im Kulturspeicher) zeigen, dass bei Sammlungen längst nicht mehr nur die Objekte im Vordergrund stehen, sondern dass ihre Herkunft und Objektbiographie und damit ethische Fragen ihres Erwerbs zunehmend in den Fokus geraten. Zu diesen neuen Ansätzen der Sammlungsforschung bietet die diesjährige Ringvorlesung einen breit gefächerten, interdisziplinären Überblick zum Umgang mit unserem Kulturellen Erbe. 

    Namhafte Referentinnen und Referenten diskutieren prinzipielle Fragen zur Provenienzforschung und zum Kulturgutschutz, stellen damit befasste Einrichtungen vor, decken Verstrickungen von Politik, Kunstmarkt und Kunsthandel auf oder stellen exemplarisch unterschiedliche Sammlungen (Baubestände, Schulwandbilder, Textilien) und Sammler (adelige Sammler, Rubens) vor. Mit dem GaleristMäzen und Verleger Egidio Marzona spricht einer der wichtigsten Kunstsammler der Avantgarde des 20. Jahrhunderts über seine Leidenschaft, während der Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Markus Hilgert, den Handel mit Kulturgütern kritisch in den Blick nimmt.

    18.10.2018: JOHANNA POLTERMANN (AK Provenienzforschung e.V. / Staatsgalerie Stuttgart): Der Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. – Rückblick, Status quo und Perspektiven

    25.10.2018: Dr. ADELHEID RASCHE (Sammlung Textilien, Kleidung und Schmuck, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg): Ewig in Mode? Kleidung und Textilien als museales Sammlungsobjekt

    8.11.2018: Dr. INA K. UPHOFF (Forschungsstelle Historische Bildmedien, Julius-Maximilians-Universität, Würzburg): Schulwandbilder und die Erziehung des Blicks. Die Sammlung der Forschungsstelle Historische Bildmedien 

    22.11.2018: Prof. Dr. ULRICH HEINEN (Professur für Gestaltungstechnik und Kunstgeschichte, Bergische Universität Wuppertal): Rubens als Sammler 

    29.11.2018 (im Museum am Dom): Über das Sammeln – Gespräch mit dem Kunstsammler EGIDIO MARZONA

    6.12.2018: Prof. Dr. WOLFGANG AUGUSTYN (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München): Alexander Duke of Hamilton in Italien und Frankreich – zu einer adeligen Sammlung vom Ende des 18. Jahrhunderts

    13.12.2018: Dr. des. MARLEN TOPP (Landessstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, München): Die französische Porzellanmanufaktur Sèvres und ihre Auftragsarbeiten für Hermann Göring. Quellenlage, Order, Anfertigung, Verbleib 

    10.1.2019: Dr. MARIA OBENAUS (Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg/Staatliche Kunstsammlungen Dresden): Kunst in Bewegung. Provenienzforschung und Kulturgutschutz in Vergangenheit und Gegenwart 

    17.1.2019: Prof. Dr. MARKUS HILGERT (Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Berlin):
    Handel mit Kulturgütern: Grundlagen, Rahmenbedingungen und Kontroversen 

    24.1.2019: Prof. Dr. FRANCINE GIESE (Kunsthistorisches Institut, Universität Zürich): Wie schützt und pflegt man einen transkulturellen Baubestand? 

    31.1.2019: Dr. MEIKE HOPP (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München): Kunstmarktforschung – Kontextforschung – Provenienzforschung 

    Organisation und Kontakt

    Dr. habil. Susanne Müller-Bechtel in Kooperation mit Prof. Dr. Eckhard Leuschner (eckhard.leuschner@uni-wuerzburg.de), Prof. Dr. Anuschka Tischer (anuschka.tischer@uni-wuerzburg.de) und Prof. Dr. Guido Fackler (guido.fackler@uni-wuerzburg.de).

    MA-Studiengang „Sammlungen – Provenienz – Kulturelles Erbe“ 

    Spätestens seit dem „Fall Gurlitt“ (Herbst 2013) und der breiten internationalen Berichterstattung darüber ist das Thema Provenienzforschung für Kulturinstitutionen auf die Tagesordnung gerückt. Ab dem Winter-semester 2016/17 wird an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg der interdisziplinäre Masterstudiengang „Sammlungen – Provenienz – Kulturelles Erbe“ als erster seiner Art hierzulande angeboten. Er reagiert auf die zunehmenden kulturpolitischen Herausforderungen der Provenienzfor-schung und die gesteigerten Anforderungen an das Sammeln, Bewahren und Erforschen von Kunst- und Kulturgütern (Cultural Heritage). Dabei bietet die Zusammenarbeit der Fächer Kunstgeschichte, Museo-logie/Museumswissenschaft und Geschichte breite theoretische Grundlagen, aber auch individuelle Möglichkeiten fachlicher Vertiefung.