Intern
Philosophische Fakultät

Veranstaltungen des Schelling-Forums

Bevorstehende Veranstaltungen

Friedrich I. Barbarossa: Mythos und Person

April 22, 2026 | 18:00 Uhr | Schelling-Forum, Klinikstraße 3, 97070 Würzburg

Kein anderer Kaiser des Mittelalters wurde so von den Hoffnungen und Wünschen des 19. Jahrhunderts verzerrt wie Friedrich I. Barbarossa. Das italienische Risorgimento und der deutsche Nationalismus instrumentalisierten ihn politisch: Manchen galt er als fremder Herrscher, der gegen die Freiheit der italienischen Städte kämpfte, nach Meinung anderer trug er bereits im Mittelalter zur Einigung des deutschen Volkes bei. Die Herausforderung für eine moderne Interpretation des Kaisers besteht darin, sein Leben und seine Politik in den Handlungshorizont seiner Zeit zu stellen. Erst dann kommt die Fremdartigkeit des fernen 12. Jahrhunderts ans Licht.

In seinem Vortrag thematisiert Prof. Dr. Knut Görich die moderne Rezeption des Stauferkaisers, aber auch dessen aristokratische Mentalität, für die die Wahrung von Rang und Ehre ein wesentliches Merkmal war. Sie bildete den roten Faden in den Kämpfen, die Barbarossa in Deutschland mit den Fürsten, in Italien mit dem lombardischen Städtebund und mit dem Papsttum sowie im Kreuzzug mit dem byzantinischen Kaiser führte. Im Anschluss an seinen Vortrag kommt Prof. Dr. Knut Görich mit dem Journalisten und Podcast-Produzent Dr. Jan Schulte-Kellinghaus ins Gespräch – sehr gerne auch mit Ihnen!

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung über das Anmeldeportal an. Bei Nachfragen können Sie sich gerne an die Emailadresse schelling-forum(at)badw.de wenden. Wir freuen uns sehr darauf, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.


Die Wahl zum Stellvertreter Christi
Das Konklave in Geschichte und Gegenwart

Vortrag und Gespräch ein Jahr nach dem Tod von Papst Franziskus

April 29, 2026 | 18:00 Uhr | Kardinal-Döpfner-Saal im Burkardushaus Würzburg. Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg

„Stellvertreter Christi“ – die Besetzung des höchsten kirchlichen Amtes gehört zu den geheimnisvollsten und zugleich folgenreichsten Vorgängen. Keine andere Wahl wird weltweit so aufmerksam verfolgt wie jene des Papstes. Doch öffentlich sichtbar ist immer nur ein kleiner Ausschnitt: der Einzug der Kardinäle in die Sixtinische Kapelle, das Aufsteigen des Rauchs aus ihrem Schornstein und schließlich die öffentliche Präsentation nach erfolgreicher Wahl mit den Worten „Habemus papam“ auf der Benediktionsloggia. Dabei wirkt sich die Wahl des Papstes nicht nur auf theologisch-kirchliche Entscheidungen, sondern auch auf politische Machtverhältnisse aus.

Vor diesem Hintergrund stellen sich grundlegende Fragen: Wie kommt die Wahl eines Papstes eigentlich genau zustande? Wer darf wählen und wer kann gewählt werden? Wieviel Machtkampf steckt hinter einer Wahl? Welche politischen Dimensionen gehen mit dieser Wahl einher? Wie haben sich die Konklaven im Laufe der Jahrhunderte entwickelt? Und was bedeutet die jüngste Wahl von Papst Leo XIV. für uns in diesen bewegten Zeiten? 

Diesen Fragen geht der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hubert Wolf in seinem Vortrag und anschließend im Gespräch mit der Moderatorin des Abends, Dr. Julia Becker, sowie dem Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Matthias Kopp, nach – sehr gerne auch mit Ihnen!

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Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung über das Anmeldeportal an. Bei Nachfragen können Sie sich gerne an die Emailadresse schelling-forum(at)badw.de wenden. Wir freuen uns sehr darauf, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.


Der Würzburger Botanische Garten im Wandel der Zeit

Ein Science Walk durch drei Jahrhunderte universitärer Pflanzensammlung

Mai 6, 2026 | 18:00 Uhr | Schelling-Forum, Klinikstraße 3, 97070 Würzburg

Bevor der Botanische Garten der Universität Würzburg in den 1960er Jahren seinen heutigen Standort am Dallenberg fand, war er fast 300 Jahre lang im Umfeld des Juliusspitals im Stadtzentrum angesiedelt. Im Lauf dieser Zeit wandelten sich nicht nur seine Lage, sondern auch seine institutionelle Zugehörigkeit – vom Juliusspital zur Universität – und damit seine Aufgaben und Ziele. Der thematische Einstieg „Wozu ein Botanischer Garten?“ fragt nach den Gründen und Funktionen eines solchen Ortes, denn solche Gärten standen von jeher im Spannungsfeld teils konkurrierender Interessen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

Im Vortrag soll der Blick auf die besonderen Aufgaben des Würzburger Gartens im Verlauf von mehr als drei Jahrhunderten gerichtet werden. Der anschließende Science Walk führt durch die fünf historischen Perioden des Alten Botanischen Gartens beim Juliusspital und verbindet die wechselnden Aufgaben mit den jeweiligen gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ihrer Zeit. Der abschließende Ausblick „Botanische Gärten heute“ weitet den Blick auf die Gegenwart: Welche Rolle spielen Botanische Gärten heute als Lern‑, Forschungs‑ und Erfahrungsräume, v.a. in Zeiten multipler Krisen? Und wie können sie dazu beitragen, Pflanzen neu wahrzunehmen und globale Verantwortung zu fördern?

Die Veranstaltung findet in Kooperation des Schelling-Forums mit dem Botanischen Garten der Universität Würzburg und dem Verein Alumni & Friends e.V.

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Sprache in Zeiten des Krieges:
Rhetorik, Propaganda und Dissens in Russland

Mai 21, 2026 | 18:00 Uhr | Schelling-Forum, Klinikstraße 3, 97070 Würzburg

Kriege werden nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Worten geführt. Sprache ist ein zentrales Mittel, um die eigene Bevölkerung zu mobilisieren, Feindbilder zu konstruieren und das militärische Vorgehen im eigenen Land und auf internationalem Parkett zu legitimieren.

Seit Februar 2022 führt Russland seinen Krieg gegen die Ukraine. Dieser wird mit modernsten Angriffswaffen, aber auch über Fernsehgeräte, Radios und soziale Medien, über Literatur und Unterrichtsmaterialien ausgetragen. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Veranstaltung der Kommunikation in und von Russland.

Wie hat Wladimir Putin den Krieg gegen die Ukraine rhetorisch vorbereitet und gegenüber der russischen Bevölkerung begründet? Welchen Argumentationen und Strategien bedient sich der russische Staat, um sein militärisches Vorgehen zu rechtfertigen? Welche Spielräume für Widerspruch und Ablehnung bleiben unter Putins Regime? Welche Rolle spielt dabei die Kinder- und Jugendliteratur?

Über diese und weitere Fragen spricht die SZ-Redakteurin Sonja Zekri mit Svetlana Efimova, Riccardo Nicolosi und Sylvia Sasse – sehr gerne auch mit Ihnen!

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Voller Durchblick bei Sternenlicht:
Wie Insekten sich nachts orientieren

Juni 9, 2026 | 18:00 Uhr | Umweltstation der Stadt Würzburg, Nigglweg 5, 97082 Würzburg

Das menschliche Sehvermögen kommt nachts schnell an seine Grenzen. Viele nachtaktive Insekten dagegen schwirren auch bei Sternenlicht noch auf der Suche nach Nahrung, Partnern oder auf dem Rückweg zu ihrem Nest durchs Unterholz. Dabei nutzen sie eine Reihe von Sinnesmodalitäten, zum Beispiel ihren Geruchssinn, ihren Tastsinn und auch ihr Gehör, wenn sie eines besitzen. Manche Insekten verlassen sich erstaunlicherweise selbst bei schwacher Sehkraft und bei geringsten Lichtintensitäten auf ihr Sehvermögen. Andere können sogar bei Sternenlicht noch Farben sehen und einige Mistkäfer nutzen das Polarisationsmuster des Mondes, das für uns gänzlich unsichtbar ist. Wie ist das möglich?

Diesen so spannenden Phänomenen geht die in Konstanz lehrende Biologin Prof. Dr. Anna Stöckl in ihrem Vortrag nach. Anschließend kommt sie mit dem Würzburger Zoologen Dr. Dieter Mahsberg ins Gespräch – sehr gerne auch mit Ihnen! 

Die Veranstaltung findet in Kooperation des Schelling-Forums mit der Umweltstation der Stadt Würzburg und dem Naturwissenschaftlichen Verein Würzburg e.V. statt.

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Angst vor dem Wissen

Ein Gespräch über das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft

Juni 16, 2026| 19:00 Uhr | Gartenpavillon des Juliusspitals, Klinikstraße 1, 97070 Würzburg

Eine funktionierende Demokratie ist auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Aktuelle Ereignisse sollen in größere Zusammenhänge eingeordnet und öffentliche Debatten mit wissenschaftlichen Befunden unterfüttert werden. Dabei schwindet in Teilen der Bevölkerung das Vertrauen in die Wissenschaft. Womöglich auch, da in der Wissenschaft häufig Fragen nachgegangen wird, ohne auf eine unmittelbare Nutzbarmachung für die Gesellschaft zu achten; und diese Fragen in Fachsprachen beantwortet werden, die für die Öffentlichkeit schwer zu verstehen sind. Ein Dilemma für die informierte Gesellschaft.

Wie erklärt sich das Misstrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft? Gibt es gar eine Angst vor dem Wissen, und warum? Wie können Wissenschaft und Gesellschaft besser verzahnt werden, um den großen Problemen unserer Zeit gerecht zu werden? Und besteht noch Hoffnung auf eine informierte Gesellschaft, auch wenn die Wissenschaft wie seit langem nicht mehr angegriffen, lächerlich gemacht und in Frage gestellt wird?

Über diese Fragen kommen Michel Friedman und Harald Lesch ins Gespräch, sehr gerne auch mit Ihnen!

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DIALOGUE. Ein Werkstattgespräch mit der Schriftstellerin Emma Braslavsky

Über die Neucodierung zwischen, Ökologie, Mensch und digitalen neuronalen Resonanzfeldern

Juli 8, 2026 | 19:00 Uhr | Schelling-Forum, Klinikstraße 3, 97070 Würzburg

Roboter und Künstliche Intelligenz übernehmen nach und nach Aufgaben unseres menschlichen Lebens – Roboter staubsaugen die Wohnung, Uhren werten Gesundheitsdaten aus und Sprachmodelle beantworten uns Fragen. Doch wie weit kann diese Entwicklung gehen? Wie sieht eine Welt aus, in der humanoide Roboter gemeinsam mit Menschen leben? Womöglich sogar Beziehungen untereinander führen? In jüngeren Werken entwirft Emma Braslavsky eine von KI und Robotern geprägte Zukunft. In ihrem Roman „Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten“ widmet sie sich einer Welt, in der sich jeder einen Partner nach individuellen Vorstellungen programmieren lässt – mit fatalen Folgen. Braslavskys Erzählung „Ich bin dein Mensch“ spinnt diese Dystopie weiter und handelt von einer Beziehung zwischen der jungen Frau Alma und dem humanoiden Roboter Tom. Die Geschichte wurde im Jahr 2021 von Maria Schrader verfilmt.
In diesem Werkstattgespräch liest Braslavsky Auszüge ihrer jüngsten Novelle Dialogue und kommt anschließend mit der Literaturwissenschaftlerin Stephanie Catani u.a. über die Frage von Mensch und KI ins Gespräch – sehr gerne auch mit Ihnen.

Dies ist eine Veranstaltung des Instituts für deutsche Philologie der Universität Würzburg in Kooperation mit dem Schelling-Forum.

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Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung über das Anmeldeportal an. Bei Nachfragen können Sie sich gerne an die Emailadresse schelling-forum(at)badw.de wenden. Wir freuen uns sehr darauf, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

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