'Bauhütten-Forschungen' zur Frühen Neuzeit – Der Straßburger Hüttenverband nach 1563
Im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar haben sich Quellen zur Geschichte des Steinmetzhandwerks im deutschsprachigen Raum erhalten. Sulpiz Boisserée hatte eine Quellensammlung übernommen, wollte diese edieren und eigene Forschungsergebnisse ‚Zur Geschichte der altdeutschen Steinmetzen‘ veröffentlichen – ein gescheitertes Unterfangen. Dieser Nachlass ist in einem Forschungsprojekt transkribiert, ediert und in einer Publikation aufbereitet worden. Der historische Abriss umfasst kursorisch auch den Aufschwung und Niedergang des Hüttenbundes vom 16. bis ins 18. Jahrhundert.
Hier setzt das Forschungsvorhaben an: Mit den in der gedruckten Straßburger Ordnung von 1563 benannten 22 Standorten neuer Haupthütten als Gerichtsstandorte hatte der Straßburger Hüttenverband ein dichtes Netzwerk geknüpft, das stärker als zuvor in der Lage war, die Geltung und Interessen der Bruderschaft reichsweit durchzusetzen. Die Geschichte dieser ‚Bauhütten‘ begann daher ab 1563 und gewann erst nachfolgend an Bedeutung. Die Geschichte und Bedeutung der Bruderschaft und ausgewählte Standorte ihrer Gerichtsbarkeit sollen anhand der Quellen und materiellen Hinterlassenschaften untersucht und dargestellt werden.
Gefördert wird das Vorhaben durch die Gerda Henkel Stiftung
Mitarbeiter ist Jost-Peter Liebig-Micko M.A.
Studentische Hilfskraft Fjolla Hoxha


