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Sinologie in Würzburg

Veröffentlichung: The Age of Confucian Rule (Taschenbuch)

30.08.2011

Dieter Kuhn
The Age of Confucian Rule
The Song Transformation of China
(Taschenbuchausgabe) Flyer
(published by Harvard University Press 2011; $19,95)

 

Synopsis
Vor rund eintausend Jahren entwickelte sich in China mit der Song-Dynastie die fortschrittlichste Zivilisation der damaligen Welt. Innerhalb zweier Jahrhunderte wurde der geographische Raum China zur Heimat der Hälfte der Menschheit. Dieses Werk erklärt, warum der Erfindungsreichtum dieser Epoche auf allen Gebieten der Zivilisation mindestens ebenso bedeutsam war wie jener der europäischen Renaissance einige Jahrhunderte später. Man könnte sogar sagen, dass die Song-Errungenschaften viele der Grundlagen für die Renaissance bildeten.
Mit dem langsamen Zerfall der Tang-Dynastie im neunten Jahrhundert und dem Aufstieg der Militärdiktatoren in der ersten Hälfte des zehnten Jahrhunderts verschwanden die alten aristokratischen Familien und mit ihnen ihre Vorstellungen von Regierungskunst aus der chinesischen Geschichte. Diese alten Familien wurden durch eine neue Klasse von Beamten-Gelehrten, die aus einem strengen leistungsbezogenen schriftlichen Prüfungssystem hervorgegangen waren, abgelöst. Ihre konfuzianische Ideologie gestaltete einerseits die chinesische Tradition und gab der chinesischen Geschichte und Philosophie eine neue Dimension des Verständnisses, glich sich andererseits aber an eine sich rapide wandelnde Welt an. Diese neue Elite liberalisierte die Wirtschaft, führte eine große Steuerreform durch, reduzierte die Steuerlast für den Einzelnen und revolutionierte das Geldwesen durch die Einführung von Papiergeld. Während das Bildungssystem nun den Aufstieg talentierter Männer auch aus bescheidenen Verhältnissen erlaubte, wurden die neugestalteten Städte zu Metropolen des Handels und Verkehrs bei Tag und Nacht. Die rationalen Ansätze der Beamten-Gelehrten in der Regierung, Verwaltung und Erziehung führten zu Neuerungen im Buchdruck, in den verschiedensten technischen Bereichen wie bei der Herstellung von Feuerwaffen sowie im Schiffbau, in der Textilmanufaktur, der Keramikmanufaktur, der Landwirtschaft und im Bergbau. Die Beamten-Gelehrten widmeten sich nun dem Studium der Natur und hielten ihre Beobachtungen sowohl malerisch als auch in naturwissenschaftlichen Schriften fest. Obgleich die Song-Dynastie während ihrer ganzen Herrschaftszeit in ihrer Existenz von Fremddynastien im Norden bedroht war, gaben die meisten ihrer Kaiser einer friedlichen Koexistenz mit den „Barbaren“ den Vorzug. Dieses Miteinander wurde durch bilaterale Friedensvereinbarungen gesichert. Auch wenn die chinesische Song-Dynastie den Fremddynastien militärisch unterlegen war, so nahm sie doch für sich die kulturellen Überlegenheit in Anspruch. Das transformative Zeitalter der Song-Dynastie legte die politischen, philosophischen, künstlerischen und kulturellen Grundlagen für das Verständnis und Vermächtnis eines Chinesentums, das für Jahrhunderte die moralischen und kulturellen Maßstäbe für China lieferte.

 

“[An] admirable account of the Song dynasty . . . This series on
China, brilliantly overseen by Timothy Brook, is a credit to Harvard
University Press. Above all, it encourages us to think of China in
different ways.”
— Jonathan Mirsky, Literary Review


“The Age of Confucian Rule is a book that everyone who
teaches Chinese history should have on his or her shelf and
consult frequently...The attention [Kuhn] gives material culture is
refreshing and helps him to make his case for the importance of
China in Song times.”
— Patricia Ebrey, International Journal of Asian Studies


“One hopes [Kuhn’s] work will find a larger audience, for he has
much to teach to general readers, world historians, and China
specialists alike.”
— Mark Halperin, American Historical Review


“The author’s enthusiasm is matched by his erudition and
outstanding expertise in Song material culture . . . Scholars already
versed in the period can learn much from this book, while those
just beginning to delve into Chinese history are very well served.”
— C. Schirokauer, Choice

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