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Sinologie in Würzburg

Lehrstuhl für Contemporary Chinese Studies

Vor dem Hintergrund des rasanten wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas findet derzeit auch ein umfassender gesellschaftlicher Wandel statt. Zugleich versucht in der Politik die Kommunistische Partei Chinas, durch institutionelle Reformen ihr Machtmonopol zu verteidigen und zu festigen. Die Folgen dieser teilweise gegenläufigen und von vielen Widersprüchlichkeiten gekennzeichneten Prozesse verlangen nach systematischer wissenschaftlicher Untersuchung. Der Bereich Contemporary Chinese Studies, der im Oktober 2008 mit Prof. Dr. Björn Alpermann besetzt wurde, widmet sich daher der sozialwissenschaftlich fundierten Forschung zu gegenwärtig stattfindenden Prozessen des sozialen Wandels und politisch-institutioneller Reformen.

Einen Forschungsschwerpunkt stellt das derzeit laufende Projekt „Soziale Welten in Chinas Städten“ dar, das die gesellschaftlichen Auswirkungen der Globalisierung auf Chinas Städte untersucht. In diesem Themengebiet erschien 2021 ein Special Issue des Journal of Current Chinese Affairs, herausgegeben von Björn Alpermann und mit Beiträgen von Angehörigen des Lehrstuhls (https://journals.sagepub.com/toc/ccaa/49/3). Ein zweiter aktueller Arbeitsbereich sind Fragen der Bevölkerungspolitik, wie Alterung, Altenpflege- und Geburtenpolitik, aber auch ethnische Minderheiten (insbesondere Uiguren in Xinjiang).

Fragen der sozialen Schichtung und ihrer politischen Folgen wurden von 2010 bis 2016 im Forschungsprojekt „Sozialer Wandel und politische Kultur im städtischen China der Gegenwart“ untersucht und bilden weiterhin einen Gegenstand der Forschung am Lehrstuhl. Weitere Themengebiete, die seit vielen Jahren regelmäßig Gegenstand von Untersuchungen sind, sind die politische Ökonomie des ländlichen China sowie Forschungen zur ländlichen Lokalverwaltung, insbesondere der dörflichen Selbstverwaltung, (siehe Schriftenverzeichnis). Gemeinsam ist den Forschungsthemen des Bereichs das Grundverständnis einer empirisch ausgerichteten und durch sozialwissenschaftliche Theorien geleiteten Forschung zum gegenwärtigen China.

Aktuelle Dissertationsprojekte am Lehrstuhl für Contemporary Chinese Studies

  • Isabel Dettmer: HRM, Qualifizierung und Rekrutierung in China – Das Mismatch-Problem dargestellt am Beispiel der Hotellerie. (2016)
  • Antonia Enßner: Labour relations in foreign invested enterprises on China’s Eastern Coast – The case of the electronics industry.
  • Franziska Fröhlich: Discourses of the Environment: 'Green' Consumption and Lifestyles in China.
  • Birgit Herrmann: Late Marriage and Voluntary Childlessness in Contemporary Urban China.
  • Baris Selcuk: Individualization and the Chinese Middle Class Family. A Qualitative Study of 24 Beijing Families. (2015)
  • Florian Thünken: Urbanization Strategies in Chongqing: A View from Below on New Style Urbanization. (2018)
  • Katja Yang: Social Change and Prospects of Socio-Political Activism in Contemporary Urban China. (2017)