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Intern
    Lehrstuhl für Europäische Ethnologie / Volkskunde

    Veröffentlichungen

    Diese Reihe des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie/Volkskunde veröffentlicht aktuelle Forschungen des Faches an der Universität Würzburg. Sie bietet Einblick in vergangene und gegenwärtige Alltagskulturen, in gesellschaftliche Lernprozesse und Problemlagen. Vor allem Studierende und wissenschaftliche Mitarbeitende finden hier ein Forum, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vorzustellen.

    Band 9 (2021): Die Macht der Ratten – Begegnungen in urbanen Räumen. (Pearl-Sue carper)

    Ratten sind in urbanen Räumen allgegenwärtig. Sie leben hier zumeist im Untergrund oder doch gut verborgen vor menschlichem Blick. Von hier aus gestalten sie ohne bewusstes menschliches Zutun oder gar Akzeptanz bereits seit Jahrhunderten Stadträume eifrig mit. Dies Zusammenspiel von Ratten und Menschen wird in der vorliegenden Studie ausgehend von der unterfränkischen Stadt Würzburg untersucht. Die Autorin fragt nach Aushandlungsprozessen innerhalb alltäglicher Begegnungen von Menschen und Ratten, den damit verbundenen historischen Bezügen...

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    Band 8 (2021): Observing the Digital Self. Ethnographic explorations on dimensions and intentions of digital self-constructions on Instagram. (Sarah Schmittinger)

    Facebook, Instagram, Twitter & Co. Social media have become an essential part of everyday life for many people in recent years, and as such, it is impossible to imagine a life without them. It seems self-evident to operate as an active prosumer in the net via various end devices. We create personal profiles in various social networks, exchange ideas, and connect with others. We take part in virtual events, and above all: we actively shape the web.

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    Band 7 (2020): Doing Childhoods – Doing Futures? Ethnografische Perspektiven auf das gemeinsame Werden von Kindern und Eltern. (Alexandra Hammer)

    Dass Kinder unsere Zukunft sind, ist ein Allgemeinplatz. Diese vermeintliche Selbstverständlichkeit nimmt die vorliegende Arbeit zum Anlass, um danach zu fragen, wo und wie Zukünftiges tatsächlich eine Rolle für kindliche und elterliche Alltage spielt. So geht diese ethnografische Studie zweier Krabbelgruppen der Frage nach, wie sowohl Kindheiten als auch Zukünfte innerhalb konkreter Praktiken erst als solche hervorgebracht werden, und zeichnet hierfür unterschiedliche Relationen zwischen diesen beiden Phänomenen nach.

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    Band 6 (2020): Auf den Spuren des Gelben Sacks – Mülltrennung in Würzburg. (Andrea Breul)

    Produkte aus Kunststoff gehören heutzutage wie selbstverständlich zu unserem Alltag. Mit dem vermehrten Einsatz von Verpackungen und Wegwerfprodukten aus Plastik wachsen aber auch die Herausforderungen, die mit der Entsorgung dieses Materials verbunden sind. Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle, Strategien zur Plastikvermeidung und die Notwendigkeit des Recyclings werden in den Medien in den letzten Jahren verstärkt diskutiert. Schon in den 1990er-Jahren wurde in der Bundesrepublik Deutschland mit der Einführung des Dualen Systems die Schaffung einer umfassenden Infrastruktur zur Sammlung, Sortierung und Wiederverwertung von Verpackungsabfällen in die Wege geleitet. Seitdem sammeln Millionen deutsche Haushalte ihre gebrauchten Verpackungen getrennt vom restlichen Müll in Gelben Säcken. Am Beispiel der Stadt Würzburg gibt die vorliegende Arbeit Einblicke in die Funktionsweise des Dualen Systems und zeigt die Verknüpfungen zwischen den einzelnen beteiligten Akteur*innen auf. Zudem wird untersucht, inwiefern der Gelbe Sack den Umgang mit Verpackungsabfällen im alltäglichen Leben mitbestimmt und welche Rolle seine eigene Materialität hierbei spielt.

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    Band 5 (2019): Akteure im Weltraum - Eine medienanalytische Untersuchung des menschlichen Traums zur Marskolonialisierung anhand von SpaceX. (Ayla Wolf)

    In Science-Fiction-Literatur und -Filmen begegnen sie uns ständig: Mond- und Marsbasen, menschliche Außenposten im All, die die Fortschrittlichkeit und den Erkenntnisgewinn der Menschheit signalisieren und Reisen in die Tiefen des Alls ermöglichen. Blockbuster wie Der Marsianer (2015) oder Kultserien wie Star Trek werden millionenfach gesehen. Die Menschen scheinen gerne von extraterrestrischen Abenteuern in anderen Zeiten und anderen Welten zu träumen. Aber wie sieht es aus, wenn die Ideen der Leinwände ins Hier und Jetzt geholt…

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    Band 4 (2019): Politischer Pop. Der Eurovision Song Contest 2018 im Spannungsfeld zwischen Emanzipation und Antisemitismus. (Konstantin Mack)

    Der Eurovision Song Contest (ESC) nimmt mittlerweile einen festen Platz in der deutschen und internationalen TV-Landschaft ein. Seit den 1990er-Jahren bietet der Musikwettbewerb queeren Künstler_innen eine Bühne, so trat 1997 mit Páll Óskar der erste offen schwul lebende Sänger auf, 1998 gewann die transgender Frau Dana International den Wettbewerb und Conchita Wurst, die Siegerin des Jahres 2013, stellte als Bart tragende Frau gesellschaftliche Geschlechterrollen auf den Kopf. Der Song „Toy“, der im vergangen Jahr auf dem ersten Platz landete…

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    Band 3 (2019): Recht im Alltag. Kulturwissenschaftliche Perspektiven. (Alexander Zwurtschek)

    Recht ist ein sehr weiter Begriff. Ob als formaljuristische Normierung oder als Gesamtheit verschieden definierbarer Ordnungssysteme, wie Sitten, Ehre oder Anstand verstanden – wir treten täglich und überall mit dem Recht ins Verhältnis. Doch nehmen wir dies auch wahr? Machen wir es uns bewusst oder sind wir daran gewöhnt, dass Dinge schlicht so richtig sind, wie sie eben sind? Wann werden unsere alltäglichen Routinen durchbrochen und was passiert, wenn hinterfragt wird, was eigentlich selbstverständlich ist? Diese Arbeit zeichnet zum einen ein Bild, wie wir Recht im Alltag wahrnehmen oder eben gerade nicht wahrnehmen. Dazu werden die Kategorien Recht und Alltag in ihren gegenseitigen Wechselwirkungen am Beispiel Straßenverkehr analysiert und darüber Aspekte der Dinglichkeit mit einbezogen. Anhand der Akteur-Netzwerk-Theorie wird das Verhältnis von Normierung und tatsächlicher Alltagserfahrung durch den Einbezug dinglicher Mittler, wie etwa das rote Ampellicht, erweitert. Zum anderen sollen aber auch Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie eine kulturwissenschaftliche Perspektivierung rechtliche Themen bereichern kann. Qualitative Forschung in alltäglichen Lebenswelten ermöglicht eine erweiterte Sichtweise auf das Recht und kann auch für die Rechtswissenschaften einen fruchtbaren Nährboden bieten, indem vermeintlich Redundantes nicht als so selbstverständlich wahrgenommen wird, wie es auf den ersten Blick vielleicht scheinen mag.

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    Band 2 (2018): Hunde auf ihrem Weg durch EUropa. Ethnographische Einblicke in den Tierschutz zwischen Spanien und Deutschland. (Irina Arnold)

    Wie funktioniert Tierschutz im Alltag? Basierend auf Interviews und Feldforschung mit einem Verein, der Hunde aus spanischen Tötungsstationen nach Deutschland holt und in neue Familien vermittelt, wird den vielfältigen Aspekten dieser Frage aus Sicht der Europäischen Ethnologie nachgegangen. Das Beispiel des Welpen „Hugo“, der während der Forschung gefunden wurde, veranschaulicht die alltäglichen Praktiken der Tierschutzarbeit. Es dient außerdem als Ausgangspunkt für die Beschreibung der komplexen Netzwerke, in die der Verein und seine Akteur_innen eingebunden sind. Netzwerke, hier konzeptualisiert als Assemblages, bestehen nicht nur aus Menschen. Sie umfassen ebenfalls nichtmenschliche Tiere, Gesetze, Dinge, Institutionen, Diskurse und Erzählungen. Die qualitativen ethnographischen Einblicke in das Alltägliche der Tierschutzarbeit werden gerahmt, begleitet und gestützt durch Ausführungen zur Tierschutz- und Tierrechtsgeschichte. Außerdem gibt die Arbeit einen Überblick über Perspektiven auf nichtmenschliche Tiere aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie der Philosophie, den Natur- und Rechtswissenschaften. Die Bereicherungen einer europäisch-ethnologisch ausgerichteten Forschung, die mit und nicht nur über andere Lebewesen forscht, werden in dieser Arbeit herausgestellt.

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    Band 1 (2018): Von Menschenkindern und Honigbienen. Multispecies-Perspektiven auf Begegnungen am Bienenstand (Marlis Heyer)

    Honigbienen und Menschenkinder begegnen sich unter der Anleitung von Imker_innen an vielen Orten in Berlin. Doch auch wenn Kinder Honig essen, Biene Maja im Fernsehen anschauen oder vor dem drohenden Stich gewarnt werden, sind sie mit Bienen in Kontakt und konzipieren die Insekten als nicht-menschliche Andere. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie die alltäglichen und oftmals pop-kulturell geprägten kindlichen Vorstellungen von Bienen die multispecies-Begegnungen in der mensch-bienlichen contact zone mitgestalten. Welche Art Bienen treffen Kinder eigentlich, wenn sie einen Imker_innenstand besuchen? Was für ein Wesen begegnet ihnen, kann ihnen überhaupt auf Basis ihres Vorwissens begegnen? Und wie begegnen die Bienen ihrerseits den Kindern? Mit ethnografischen Methoden und sprachlichem Feingefühl analysiert Marlis Heyer die Begegnungen der Akteur_innen und lotet dabei auch die Möglichkeiten und Grenzen der Europäischen Ethnologie aus, sich mit nicht-menschlichen Anderen zu beschäftigen.

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    Vormals: Bayerische Blätter für Volkskunde; begründet von Wolfgang Brückner und Lenz Kriss-Rettenbeck, fortgeführt von Christoph Daxelmüller

    Jahrgänge:

    AKW 8 (2021): zur Verlagsseite

    AKW 7 (2020): zur Verlagsseite

    AKW 6 (2019): zur Verlagsseite

    AKW 5 (2018): Inhalt und Vorwort

    AKW 4 (2017): Inhalt und Vorwort

    AKW 3 (2016): Inhalt und Vorwort

    AKW 2 (2015): Inhalt und Vorwort

    AKW 1 (2014): Inhalt und Vorwort

    Bezug direkt über den Verlag Königshausen & Neumann

    2021

    Fenske, Michaela: Relationalität und Relativität des Fremden. Perspektiven aus der Europäischen Ethnologie. In: Die Stadt und die Anderen. Fremdheit in Selbstzeugnissen und Chroniken des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, hrsg. v. Andreas Rutz. Wien / Köln / Weimar 2021 (= Städteforschung, Bd. 101), S. 29-42.
     

     


    2020

    Fenske, Michaela / Tschofen, Bernhard (Hg.): Managing the Return of the Wild. Human Encounters with Wolves in Europe. London / New York 2020.

    This book explores attitudes and strategies towards the return of the wild in times of ecological crisis, focusing on wolves in Europe.

    Managing the Return of the Wild will be relevant to a broad audience interested in discussions of social and ecological conflict today, including scholars from multispecies studies and diverse disciplines such as biology, forestry management and folklore studies.

     

    Linzner, Felix: ‚Neuer Mensch‘ und ‚neuer Adel‘. Willibald Hentschels Züchtungsutopie. In: Aristokratismus. Historische und literarische Semantik von ‚Adel‘ zwischen Kulturkritik der Jahrhundertwende und Nationalsozialismus (1890–1945), hrsg. v. Eckart Conze, Jan de Vries, Jochen Strobel und Daniel Thiel. Münster / New York 2020, S. 35-44.

    Heyer, Marlis / Hose, Susanne (Hg.): Encounters with Wolves: Dynamics and Futures. Begegnungen mit Wölfen. Zetkanja z wjelkami. Bautzen 2020 (Kleine Reihe des Sorbischen Instituts Bautzen, Bd. 32).

    What happens when wolves return to areas that humans inhabit and define as cultural landscapes? Since the 1990s, wolves have been settling again in middle and central Europe. Manifold societal discussions and negotiations accompany their return. As wolf numbers increase, dynamics accelerate. How can different scientific fields contribute to a better understanding of the diverse processes that encounters with wolves entail?

    Handeln = kuckuck. notizen zur alltagskultur, 1/2020 (Heftverantwortlichkeit: Elisabeth Luggauer und Barbara Frischling).
    Best, Daniel: Die Digitalisierung der Landwirtschaft. Oder: Von Ungleichzeitigkeiten und Ungleichheiten. In: Das Ländliche als kulturelle Kategorie. Aktuelle kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Stadt-Land-Beziehungen, hrsg. v. Manuel Trummer und Anja Decker. Bielefeld 2020, S. 151-166.

     

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    2019

    Luggauer, Elisabeth: Zwischen Zentrum und Peripherie. Überlegungen zu Menschen-Hunde-Beziehungen in Podgorica. In: Jahrbuch Kulturelle Kontexte des östlichen Europa 2019, hrsg. v. Katharina Eisch-Angus, Sarah Scholl-Schneider und Marketa Spiritova. Münster / New York 2020 (Jahrbuch Kulturelle Kontexte des östlichen Europa, Bd. 60), S. 78-95.