Zukunft pflanzen. Gärtnern mit vielen Arten im Anthropozän
Planting Future. Multispecies Gardening in the Anthropocene
VW-Forschungsgruppe (2025-2030) gefördert von der VolkswagenStiftung
Angesichts der ökologischen Herausforderungen erkennen immer mehr Menschen in ihren Alltagen die Notwendigkeit von Transformation. Gärten sind zentrale Schauplätze dieses Prozesses, denn hier wird im Kleinen gelernt, was im Großen Wirkung erzeugt: Die Polykrise verlangt nach neuen Praktiken, Ethiken und Ästhetiken und einem neuen Zusammenleben verschiedener Arten.
Das Projekt wird
- die Erfahrungen, die Menschen in Bezug auf die sozial-ökologische Krise in ihren Gärten machen, verstehen und vermitteln
- das Bewusstsein für Gärtnern als eine artenübergreifende Praxis schulen, d.h. eine Praxis, in der die Bemühungen von Pflanzen, Tieren und Menschen zusammenwirken
- das beträchtliche Potenzial von Gärten als Orten aufzeigen, die es der Gesellschaft ermöglichen, Resilienz zu stärken.
Der Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Würzburg und die Bayerische Gartenakademie vereinen theoretische und praktische Expertise im Verstehen sozial-ökologischer Transformation im Kontext von Privatgärten.
Leitung
Prof. Dr. Michalea Fenske
Praxispartner Bayerische Gartenakademie, Leitung: Dipl. Ing. Claudia Schönmüller
Europäische Ethnologie/Empirische KulturwissenschaftLeitungWissenschaftliche MitarbeiterinnenWissenschaftliche Hilfskräfte
Studentische Hilfskräfte
Praktikanten
| Bayerische Gartenakademie
|
Aktuelles
Engagierte Gärtnerinnen und Gärtner gesucht!
Die Forschungsgruppe sucht engagierte Gärtnerinnen und Gärtner für einen Gedankenaustausch in Form von Gesprächen, Gartenbegehungen, Fotos oder Geschichten. Neugierig geworden? Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf!
Vorabinformationen hier
Kontakt: multispeciesgardening@uni-wuerzburg.de
NEU: NACHGEHA(R)KT! Der Expert*innentalk der Forschungsgruppe MultiSpecies Gardening
In unserem neuen Hörformat sprechen wir mit einem Experten*einer Expertin aus Wissenschaft, Forschung oder Gartenpraxis über Themen aus dem Feld.
Wissenschaftliche Perspektiven: MultiSpecies Gardening ethnografisch erforschen
Teilprojekte
Bearbeiterin Michaela Fenske
(Wissensformate: Monografie, Multispecies Storytelling, Film, Ausstellung)
Das Teilprojekt beschäftigt sich mit Erfahrungen im Alltagsraum Garten in der Vielfachkrise des beginnenden 21. Jahrhunderts. Im Garten machen Menschen täglich Erfahrungen mit anderen Lebewesen, denn Gärten sind im 21. Jahrhundert zunehmend wichtige Lebens- und Rückzugsräume für viele Tiere und Pflanzen. In dem Teilprojekt geht es um die Wahrnehmung von Veränderungen sowie Vorstellungen des Umgangs damit und deren praktische Umsetzung. In diesem Zusammenhang werden auch Herausforderungen und Hindernisse des Gärtnerns in unserer Zeit angesprochen. Das Teilprojekt zielt auf die Möglichkeiten des Raumes Garten und der Praktiken des Gärtnerns zum Erlernen und Gestalten von Wandel. Damit nimmt das Teilprojekt Gärten als Räume der Stärkung von Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit (Resilienz) in den Blick.
Bearbeiterin: Sherin-Michelle Grabenstein
(Wissensformate: Monografie, Multispecies Storytelling, Film, Ausstellung)
Gärten befinden sich stetig im Wandel. Umwelteinflüsse, wechselnde Akteur:innen und soziokulturelle Imaginationen wirken auf sie ein. Das Verständnis von (nachhaltigem) Gärtnern und die daraus resultierende eigene Praxis formt sich dadurch immer wieder neu. Das eigene Wissen wird hinterfragt und bewertet. Das Teilprojekt 2 untersucht den für diese Veränderungen benötigten Wissenskorpus von Gärtner:innen ebenso wie ihre zugrunde liegenden Vorstellungen von Ethiken und Ästhetiken. Das Teilprojekt fokussiert sich damit auf die Wissensgenerierung, dessen praktische Umsetzung und die dafür benötigten Motive in Zeiten der Transformation. Aber auch aufkommende Spannungsverhältnisse zwischen Gärtner:innen und Garten(-bewohner:innen) bei wechselnden Bedürfnissen sowie mögliche Auswirkungen auf den speziesübergreifenden Wissenstransfer sollen hier erforscht werden.
Bearbeiterin: Dr. Arnika Peselmann
(Wissensformate: Homepage, Ausstellung)
Gärten als Orte des Heilens haben eine lange Tradition: Sei es durch den Anbau von Heil- und Arzneipflanzen, sei es durch ihre besondere Gestaltung, die der körperlichen und vor allem mentalen Regeneration dienen soll oder sei es durch gärtnerische Praktiken, die zunehmend Teil therapeutischer Ansätze sind. Angesichts massiver sozio-ökologischer Krisen wird der Prozess des Heilens inzwischen jedoch nicht mehr nur auf die menschliche Gesundheit bezogen, sondern auch auf die von Pflanzen, Tieren und des Bodens ausgeweitet. Aus einer Multispezies-Perspektive fragt das Teilprojekt 3 danach, wie Privat- und Gemeinschaftsgärten als Orte des Heilens wahrgenommen, genutzt und gestaltet werden und welche Vorstellungen einer mehr-als-menschlichen Gesundheit sichtbar werden.
Veranstaltungen
Verschoben!
Eine Tagung des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie/Empirische Kulturwissenschaft der Universität Würzburg und der Bayerischen Gartenakademie (gefördert durch Mittel der VW-Forschungsgruppe Multispecies Gardening) sowie der Kommission Kulturanalyse des Ländlichen der DGEKW.
Neuausschreibung folgt zu einem späteren Zeitpunkt!
Wie das Projekt begann
Public Outreach: MultiSpecies Gardening gemeinsam erzählen
NACHGEHA(R)KT! Der Expert*innentalk der Forschungsgruppe MultiSpecies Gardening
In unserem neuen Hörformat sprechen wir mit einem Experten*einer Expertin aus Wissenschaft, Forschung oder Gartenpraxis über Themen aus dem Feld.
Erzählen ist eine Kraft der Weltgestaltung! Erzählend werden Hoffnungen realisiert, Ängste thematisiert, Gemeinsamkeit gestärkt.
Wir laden Sie ein: Erzählen Sie uns Ihre Gartengeschichten!
- Lebendige Erde (4 - 2026)
- Gartenratgeber 4 (2026)
- Mit Gärtnern durch die Polykrise (Kraut&Rüben 2/2026)
- Gräber und Grünflächen naturnah gestalten (sobla.de, 24.06.2025)
- Uni Würzburg: Gärtnern gegen die Polykrise (gabot.de, 20.02.2025)
- Pressemitteilung: Gärtnern gegen die Polykrise (JMU, 13.02.2025)




