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Philosophische Fakultät

Erinnerungen an die Leighton Barracks gesucht

15.09.2026

Das Institut für Geschichte sucht Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die von den Leighton Barracks am Hubland erzählen können. Auch Fotos von der früheren US-amerikanischen Kaserne sind willkommen.

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Typische Freizeitbeschäftigung in den Leighton Barracks: American Football. Im Hintergrund die neu errichteten Wohngebäude. Das Foto stammt aus der ersten Hälfte der 1950er-Jahre und ist aus dem Familienalbum der Amerikanerin Elizabeth Thomas. Sie kam im Alter von 14 Jahren mit ihren Eltern nach Würzburg. (Bild: Elizabeth Thomas)

Wo sich heute der Campus Nord der Universität und der Würzburger Stadtteil Hubland befinden, war über sechs Jahrzehnte lang eine Kaserne der US-amerikanischen Armee. Von 1945 bis zum Abzug der Amerikaner im Jahr 2008 prägten die Leighton Barracks das Leben am Hubland – und damit auch das Leben vieler Würzburgerinnen und Würzburger.

Ein Seminar am Institut für Geschichte der Universität Würzburg möchte dieses Kapitel der Stadtgeschichte nun genauer erforschen und lebendig werden lassen. Unter der Leitung von Dr. Miriam Montag-Erlwein beschäftigen sich Lehramtsstudierende der Geschichte in Kooperation mit dem Stadtarchiv ab Oktober 2026 intensiv mit der Geschichte der Kaserne und deren Einfluss auf die Stadtgesellschaft.

Persönliche Geschichten und Erlebnisse sind gefragt

Die Studierenden werden vor Ort die historischen Überreste der Kaserne erkunden und im Archiv recherchieren. Vor allem aber suchen sie das Gespräch mit Menschen, die diese Zeit erlebt haben.

Wie war das Zusammenleben mit den amerikanischen Soldatinnen und Soldaten und ihren Familien? Gab es freundschaftliche Kontakte? Menschen, die in der Kaserne gearbeitet haben, können womöglich von persönlichen Beziehungen berichten. Wer mag erzählen von gemeinsamen Festen, Begegnungen im Alltag, Reibungspunkten oder Problemen, etwa im Zusammenhang mit Manövern?

„Wir würden gerne mehr darüber erfahren, wie präsent die amerikanische ‚Besatzungsmacht‘ – wie sie anfangs genannt wurde – im Alltag der Würzburgerinnen und Würzburger war“, sagt Miriam Montag-Erlwein. „Die Erinnerungen sollen die Zeitungsberichte aus dem Stadtarchiv ergänzen und ganz neue, persönliche Facetten der deutsch-amerikanischen Beziehungen in Würzburg sichtbar machen.“

Fotos sind bislang Mangelware

Im Stadtarchiv gibt es bislang nur wenig Bildmaterial zu den Leighton Barracks. „Daher freuen wir uns sehr über Fotos aus dieser Zeit – ob von der Kaserne selbst, von gemeinsamen Festen oder von privaten Begegnungen mit amerikanischen Familien. Uns interessieren dabei besonders die persönlichen Geschichten, die hinter den Bildern stecken“, sagt Dr. Montag-Erlwein.

Interessierte können sich bei der Dozentin melden

Wer mit den Studierenden ins Gespräch kommen oder sie mit Fotos unterstützen möchte, kann sich bei der Dozentin melden: miriam.montag-erlwein@uni-wuerzburg.de

Von Didaktik der Geschichte / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der JMU

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