Resounding Limes – Music crossing the boarder
Tagung
| Datum: | 24.04.2026, 10:00 - 25.04.2026, 20:00 Uhr |
| Kategorie: | Tagung |
| Ort: | Antikensammlung des Martin von Wagner Museums, Südflügel der Residenz, Marmorsaal, Residenzplatz 2, Tor A, 3. Stock, 97070 Würzburg |
| Veranstalter: | Lehrstuhl für Klassische Archäologie |
Vom 24.-25. April 2026 veranstaltet der Lehrstuhl für Klassische Archäologie im Marmorsaal des Martin von Wagner Museums eine Tagung zum Thema "Resounding Limes – Music crossing the boarder".
Über die Tagung
Seit einigen Jahrzehnten erfährt die Erforschung antiker Musikkulturen eine große Beachtung. Trotz des unvermeidlichen Verlusts von den hörbaren Klängen aus der Antike belegen materielle, visuelle und schriftliche Quellen die große Bedeutung von Klang in den antiken Kulturen.
Neben den umfangreichen Forschungen, die bislang insbesondere zur griechischen Musik durchgeführt wurden, stehen auch andere Regionen der Antike seit geraumer Zeit im Mittelpunkt umfangreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Diese Forschung hat sich insbesondere auf die Klangwerkzeuge konzentriert, die in archäologischen Funden überliefert sind, darunter Fragmente von Saiten- und Blasinstrumenten sowie unscheinbare Objekte wie Glocken und Rasseln, die gemeinhin nicht als Musikinstrumente angesehen wurden. Ihre Analyse konzentriert sich auf die verwendeten Materialien, den Herstellungsprozess und die akustischen Eigenschaften. Die Zuordnung zum Fundkontext (öffentlich, sakral, sepulkral oder im Wohnbereich) lässt weitere Schlüsse auf die Funktion der erzeugten Klänge zu.
Dieser Ansatz bildet die Grundlage für die anschließende Entwicklung von Forschungsfragen zur Klanglandschaft einzelner Städte und Regionen sowie zur Musikkultur und eröffnet neue Perspektiven auf die Frage nach offenen Kulturräumen oder der traditionellen akustischen Umgebung, die politische und geografische Grenzen überschreitet.
Die Tagung konzentriert sich auf zwei antike Regionen, die im Rahmen des Projekts MUSICHeR (Ancient Greek and Roman Music between Hellenistic and Roman age (4th BC-3rd CE): the case of Apulia and Bavaria) untersucht werden, das am Dipartimento di Beni Culturali der Università del Salento und am Institut für Klassische Archäologie der Universität Würzburg angesiedelt ist.
Die erste umfasst Klanginstrumente aus den römischen Provinzen Germania Inferior, Germania Superior und Raetia. Von besonderer Bedeutung ist dabei die große Anzahl an Mundstücken von Tubae und Cornua, deren Fundumstände weitere Einblicke in ihre militärische Verwendung gewähren. Darüber hinaus deutet das Vorhandensein weiterer einzigartiger Funde auf ein reichhaltiges Klangspektrum hin, das bislang weitgehend unerforscht geblieben ist.
Der andere geografische Schwerpunkt liegt auf dem heutigen Apulien, dessen Gebiet einen besonders langen Zeitraum umfasst und daher zentrale Fragen zur griechischen Musikkultur aufwirft. Ergänzt werden diese Schwerpunkte durch weitere regionale Studien und die Vorstellung aktueller musikarchäologischer Forschungsprojekte an der JMU.
Interessiertes Publikum ist herzlich eingeladen, teilzunehmen und neue Perspektiven auf antike Musikkulturen zu entdecken.
Anmeldung und Teilnahme
Die Vortragssprache der Tagung ist Englisch.
Anmeldung erbeten unter florian.leitmeir@uni-wuerzburg.de
