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Intern
Professur für Museologie

Antike Keramik aus Zypern: Methoden und Perspektiven archäologischer Sammlungsforschung am Beispiel des Martin von Wagner Museums

Doktorandin:
Anna-Sophie Karl MA

Mentorat:
Prof. Dr. Guido Fackler (Museologie, JMU, Erstbetreuer)
Prof. Dr. Rupert Gebhard (Archäologische Staatssammlung München, LMU München)
Prof. Dr. Matthias Steinhart (Klassische Archäologie, JMU)

Zypern blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Die Blütezeit in der Antike ist vor allem durch drei Faktoren bedingt: Die geografische Lage im östlichen Mittelmeer und der damit zusammenhängende wichtige Handelsstützpunkt, fruchtbarer Boden sowie ein reiches Kupfervorkommen. Vielfältige Einflüsse durch intensive Kontakte mit den drei umliegenden Kontinenten ermöglichten eine einzigartige kulturelle Entwicklung der Insel, was sich auch in den Formen und Verzierungen der Keramik widerspiegelt.

In diesem Dissertationsprojekt werden museumswissenschaftliche und archäologische Forschungsansätze vereint, um zu analysieren, wie Kontexte durch Sammlungsforschung erschlossen und nutzbar gemacht werden können. Dies soll anhand von zyprischer Gefäßkeramik aus dem Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg diskutiert werden, wofür erstmals ein Bestandkatalog angelegt wird. Einer Beschreibung der zyprischen Gefäße schließt sich eine intensive Provenienzrecherche an. Herauskristallisiert hat sich dabei auch die Frage nach bestimmten Leitbildern im Umgang mit antiker zyprischer Keramik. Hierbei soll vor allem eine Rekonstruktion von Sammlungs- und Wissenschaftsgeschichte anhand der Objekte sowie der Motivationen der Sammler erfolgen.

Darüber hinaus werden Möglichkeiten der Sammlungs- und Provenienzforschung für die Archäologie sowie deren Chancen und Perspektiven besprochen. Für die Provenienzforschung in der Kunstgeschichte beispielsweise gibt es bereits Handreichungen und ein weitgehend systematisiertes Vorgehen, für das Feld der Archäologie hingegen existiert noch kein standardisiertes Verfahren.