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Professur für Museologie

Bachelorstudiengang „Museologie und materielle Kultur”

(120-Punkte-Hauptfach)

Zwei-Fach-Studium 

Der zum Wintersemester 2010/11 eingeführte und zum Wintersemester 2020/21 revisionierte BA-Studiengang „Museologie und materielle Kultur” wird als 120-ECTS-Hauptfach zusammen mit einem 60-ECTS-Nebenfach studiert. Hier besteht die freie Wahl aus einem museumsrelevanten Fach der Geistes-, Kultur-, Erziehungs-, Natur-, Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften. Nach erfolgreich absolviertem Studium wird mit dem akademischen Grad eines „Bachelor of Arts” (BA) ein erster berufsqualifizierender Abschluss erworben. 

Zugangsvoraussetzungen

Der BA-Studiengang „Museologie und materielle Kultur” ist zulassungsfrei, verlangt als Zugangsvoraussetzung jedoch die allgemeine Hochschulreife oder einen gleichwertigen Abschluss und beginnt jeweils im Wintersemester. Empfohlen werden Kenntnisse der englischen Sprache auf dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER), da ein Teil der einschlägigen Fachliteratur nur in dieser Sprache verfügbar ist. 

Profil: Wissenschaftlich fundiert, interdisziplinär, berufsorientiert

Der BA-Studiengang „Museologie und materielle Kultur” ist grundständig angelegt: Inhaltlich spiegelt er das breit gefächerte Spektrum museums-, sammlungs- und ausstellungstypischer Arbeitsfelder in Theorie und Praxis wider. Dabei zeichnet ihn eine enge Verzahnung wissenschaftlicher Forschung und praktischer Museumsarbeit in Kombination mit dem Erwerb materialkundlicher Kompetenzen aus. Diese herausfordernde Vielseitigkeit sollten Interessierte ebenso bedenken wie die Tatsache, dass die Museumsarbeit hohe Anforderungen an ihre Team-, Organisations- und Belastungsfähigkeit stellt. 

Das Studium umfasst folgende Inhalte: • Forschungsansätze, Methoden und Fachentwicklung der Museologie • Museumsgeschichte • Prinzipien des Sammelns, der Dokumentation/Inventarisierung, Erhaltung, Erforschung, Vermittlung und Präsentation von Objekten • Materielle Kultur und Immaterielles Erbe • Methoden und Strategien der personalen Vermittlung, der Publikumsorientierung, der Inklusion und der Ausstellungsdidaktik • Medieneinsatz und Öffentlichkeitsarbeit • Kulturmarketing und Museumsmanagement •eigene Forschungs-, Vermittlungs- und Ausstellungsprojekte. 

Der spezielle Schwerpunkt „materielle Kultur” beleuchtet die Funktion und soziokulturelle Bedeutung von Gegenständen in früheren und heutigen Lebenswelten. Er vermittelt außerdem Kenntnisse der Materialkunde und des Kulturgüterschutzes. Ausstellungsprojekte, Exkursionen, Praktika, Unterrichtseinheiten in Museen und vieles mehr bieten vielfältige Praxisbezüge, die eine aktuelle Wissensvermittlung sowie den Erwerb zentraler museumsbezogener Kompetenzen sicherstellen. Regelmäßige Kontakte zu Museumspraktiker*innen etwa im Rahmen von Workshops, Gastvorträgen oder Tagungen ermöglichen die frühzeitige Vernetzung im Museums- und Kultursektor. Darüber hinaus kann im Wahlpflichtbereich ein Auslandssemester angerechnet werden. 

Ziel des Studiums ist es, als Generalist*in in den traditionellen Feldern der Museumsarbeit (Sammeln, Bewahren, Erforschen, Vermitteln, Ausstellen), aber auch in den Bereichen Materielle und Immaterielle Kultur, Kulturmarketing und Museumsmanagement berufspraktische Kompetenzen und theoretisches Wissen zu erwerben, welche für eine verantwortungsvolle Position in einem Museum, Ausstellungshaus oder in einer vergleichbaren Kultureinrichtung (Galerie, Gedenkstätte etc.) qualifizieren.

Modulplan und Aufteilung der Studienbereiche

Im BA-Studienfach „Museologie und materielle Kultur“ sind neben dem Pflichtbereich (65 ECTS) allgemeine sowie fachspezifische Schlüsselqualifikationen durch Übungen, Tutorien und ein 10-wöchiges Pflichtpraktikum in einem Museum zu erwerben (20 ECTS). Im Wahlpflichtbereich (25 ECTS) können weitere Praktika, museumsspezifische Fortbildungen und Tagungen oder Lehrveranstaltungen besucht werden, außerdem gibt es die Möglichkeit, sich einen Auslandsaufenthalt anrechnen zu lassen. Darüber hinaus hat man die freie Wahl zum Besuch von Lehrveranstaltungen aus den unterschiedlichsten Nachbardisziplinen (v.a. Biologie, Europäische Ethnologie, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, Kunstgeschichte), um sich etwa zusätzlich für die Arbeit in einer bestimmten Museumsgattung zu qualifizieren. Am Ende des Studiums steht mit der Bachelor Thesis eine schriftliche Abschlussarbeit von ca. 35 bis 40 Seiten Umfang (10 ECTS). Die Themen hierfür wählen die Studierenden nach individueller Schwerpunktsetzung in Absprache mit den Gutachter*innen selbst aus, wobei die Zusammenarbeit mit Museen und anderen Kultureinrichtungen möglich ist. Die konkreten Lehrveranstaltungen der einzelnen Module sind der Semesterbroschüre zu entnehmen. Hinzu kommen Lehrveranstaltungen, die im zweiten Fach (60 ECTS) zu besuchen sind. Genauere Informationen hierzu finden sich auf den jeweiligen Homepages. 

Karrieremöglichkeiten

Das Zwei-Fach-Studium mit einer breitgefächerten inhaltlichen, praxisnahen Ausrichtung charakterisiert den Würzburger Studiengang in besonderer Weise. Dieser befähigt auf breiter Basis für die Museumsarbeit und die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Institution Museum. Im Verlauf ihres Studiums erarbeiten sich die Studierenden fundierte Fähigkeiten, bedeutsame Objekte aus den Bereichen Kunst- und Kulturgeschichte, Technik und Naturkunde zu sammeln, zu interpretieren und diese für unterschiedliche Gruppen von Besucher*innen museal aufzubereiten und publikumsorientiert zu vermitteln. Sie werden zudem mit den wichtigsten aktuellen Entwicklungen sowie museologischen Positionen und Debatten vertraut gemacht. Ihre beruflichen Perspektiven zielen auf eine qualifizierte Tätigkeit im Museums- und Ausstellungssektor, in der Museumsberatung sowie in verwandten Kultureinrichtungen, wie beispielsweise Ausstellungshäusern, Galerien oder Gedenkstätten. Je nach gewählter Fächerkombination und Schwerpunktsetzung befähigt das Studium überdies für Tätigkeiten, bei denen es um die Präsentation und das Management kultureller Dienstleistungen geht oder bei denen Kommunikations- und Informationskompetenzen gefragt sind, wie etwa in der Bildungsarbeit, im Mediensektor oder in der Freizeit- und Tourismusindustrie. 

Fachstudienberatung

Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Dr. Stefanie Menke (stefanie.menke@uni-wuerzburg.de). 

Studiengangdokumentation BA „Museologie und materielle Kultur”

Abschluss

Bachelor of Arts

Regelstudienzeit

6 Semester (3 Jahre)

ECTS

120 

Studienverlaufsplan

Der konkrete Studienverlauf bzw. Studienplan ist der jeweiligen Semesterbroschüre für das aktuelle Semester zu entnehmen, Versionen der vorhergegangenen Semester finden sich hier.

Aktuelle Studiengangversion

Fachspezifische Bestimmungen/FSB vom 22.01.2020 (ASPO 2015) 

Frühere Studiengangversionen

Fachspezifische Bestimmungen/FSB vom 23.03.2011 (ASPO 2009), 20.02.2013 (ASPO 2009), 12.08.2015 (ASPO 2015), 09.08.2017 (ASPO 2015)

Modulhandbücher

Modulhandbuch mit allen Modulen und Studienfachbeschreibung/SFB in Deutsch/Englisch (Suchbegriff „Museologie und materielle Kultur“)

Modulbeschreibungen

Einzelbeschreibungen aller Module der Studiengänge der Museologie 

Qualifikationsziele

Qualifikationsziele BA „Museologie und materielle Kultur“

Zulassungsbeschränkung

Hochschulzugangsberechtigung, zulassungsfrei, ohne Eignungsprüfung

Bewerbung

Mitte Juli bis Mitte Oktober, die genauen Fristen finden sie hier
(Suchbegriff „Immatrikulation für zulassungsfreie Studiengänge“).

Beginn

nur zum Wintersemester 

Unterrichtssprache

Deutsch