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Institut für Kunstgeschichte

Reihe: European Identities and Transcultural Exchange

Die internationale wissenschaftliche Reihe "European Identities and Transcultural Exchange" (EITE) wird von Sabine Frommel (Paris) und Eckhard Leuschner (Würzburg) herausgegeben und erscheint beim De Gruyter Verlag. Die in diesem Rahmen publizierten Bände widmen sich Aspekten der künstlerischen und kulturellen Formung europäischer Identitäten in der Frühen Neuzeit, mit Fokus auf der Migration von Künstlern, künstlerischen Modellen, Ausdrucksmitteln und Techniken sowie dem Transfer von Ideen und Wissen. Ausgehend von einem dynamischen Verständnis transkultureller Prozesse und ihrer politischen, sozialen und religiösen Kontexte, präsentiert die Reihe herausragende Studien zu einer breiten Auswahl von Themen und Medien der Kunst.

Bisher erschienen:

  1. Juliette Ferdinand, Bernard Palissy. Artisan des réformes entre art, science et foi (2019).
  2. Susanne Fischer-Kauer, Wiener Theatervorhänge. Repräsentation, Kunstdiskurs und kulturelles Selbstverständnis um 1800 (2020).
  3. Caren Reimann, Die arabischen Evangelien der Typographia Medicea. Buchdruck, Buchhandel und Buchillustration in Rom um 1600 (2021).
  4. Antonio Brucculeri, Les Francais et la Renaissance. Idées et représentations de l'architecture, 1760-1880 (2024).
  5. Giulia Cicali, Francesco Bordoni (1574-1654). Dalla bottega del Giambologna alla corte di Francia - le opere, il réseau, gli affari (2026).
  6. In Vorbereitung.
  7. Marina Viallon, Les tournois à la cour de France (1490-1620) (2026).

Neuerscheinung: Buch zum Turnierwesen am französischen Hof

16.07.2026

In der von Sabine Frommel (Paris) und Eckhard Leuschner (Würzburg) herausgegebenen Reihe "European Identities and Transcultural Exchange" (EITE) ist Band 7 erschienen: eine Monographie von Marina Viallon zu Kunst und Kultur des Turnierwesens am französischen Königshof im 'langen' 16. Jahrhundert.

Turniere, die oft mit dem Mittelalter in Verbindung gebracht werden, gehörten auch im 16. Jahrhundert noch zu den prächtigsten und eindrucksvollsten Festen an den europäischen Höfen, insbesondere in Frankreich. Als traditionelle ritterliche Rituale und grandiose Spektakel wurden die besten Künstler und Handwerker des Hofes hinzugezogen, um die Kulissen, die Rüstungen, die Kostüme, die Musik und auch die Texte zu gestalten.
Zum ersten Mal untersucht Marina Viallon das Wesen, die Hintergründe und die Entwicklungen der französischen königlichen Turniere, von der Regierungszeit Karls VIII. bis in die ersten Jahre der Herrschaft Ludwigs XIII. Unter Heranziehung aller verfügbaren Quellen – sowohl textlicher und archivarischer als auch künstlerischer Art – vermittelt diese Studie ein lebendiges Bild dieser spektakulären Ereignisse, die damals im Mittelpunkt des französischen Hoflebens standen.

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Neuerscheinung: Buch zum Künstler Francesco Bordoni

23.06.2026

In der von Sabine Frommel (Paris) und Eckhard Leuschner (Würzburg) herausgegebenen Reihe "European Identities and Transcultural Exchange" (EITE) ist Band 5 erschienen: eine Monographie von Giulia Cicali zum italienischen Bildhauer und Bronzegießer Francesco Bordoni (1574–1654), der im Frankreich der Zeit um 1600 zum gefeierten Künstlerstar aufstieg.

Bordoni wurde in Florenz in der Werkstatt von Giambologna und Pietro Francavilla ausgebildet; er war sowohl in der Toskana unter den Medici als auch im Frankreich der Bourbonen tätig, wo er zum ersten Bildhauer Ludwigs XIII. ernannt wurde. Als Schlüsselfigur der künstlerischen Mobilität im modernen Europa arbeitete er an Kunstprojekten von herausragender Bedeutung, vom Reiterdenkmal am Pont-Neuf über die skulpturale Gestaltung der palastartigen Gärten von Fontainebleau und Saint-Germain-en-Laye bis hin zur Dreifaltigkeitskapelle in Fontainebleau. Dank dieser Studie lassen sich nun seine Rolle auf den Baustellen seiner großen Mäzene, seine Zusammenarbeit mit französischen und italienischen Meistern – wie den Ingenieuren Francini – sowie seine Tätigkeit im Handel mit Marmor und Kunstwerken aus Italien klar umreißen. Das Buch eröffnet neue Perspektiven nicht nur auf Bordonis künstlerischen Werdegang, sondern auch auf die umfassendere Ebene der Praktiken, der Beziehungsnetze und der Auftraggeber sowie auf die Entwicklung des Status der Künstler zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert.

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Neue Publikation: Les Français et la Renaissance

16.04.2024

Band 4 in der von Sabine Frommel und Eckhard Leuschner herausgegebenen Reihe "European Identities and Transcultural Exchange". Der Band befasst sich mit der Interpretation der italienischen Renaissance durch französische Künstler seit dem späten 18. Jahrhundert. Der Fokus liegt auf den Ursprüngen des historiografischen Mythos von Architektur und Kunst des toskanischen Quattrocento, darauf wie dieser Mythos Form annahm und sich dank des Blickes französischer Reisender, Philosophen, Gelehrter, Künstler und v.a. Architekten verbreitete.

Der Autor analysiert Entstehungsgeschichte und Entwicklung der Toskanareisen von Architekten sowie die innovative Praxis des Abpausens der Originalzeichnungen von Renaissancearchitektur. Untersucht wird außerdem die Tendenz französischer Architekten, eine Architektursprache der italienischen Neorenaissance zu fördern, die sich an vom Bürgertum des 19. Jahrhunderts vertretenen Werten orientiert. Cet ouvrage s'intéresse à l'interprétation de la Renaissance italienne par les artistes français depuis la fin du XVIIIe siècle. L'accent est mis sur les origines du mythe historiographique de l'architecture et de l'art du Quattrocento toscan, et sur la manière dont ce mythe a pris forme et s'est répandu grâce au regard des voyageurs, philosophes, érudits, artistes et surtout architectes français. L'auteur analyse la genèse et le développement des voyages en Toscane des architectes ainsi que la pratique innovante de la copie des dessins originaux d'architecture de la Renaissance. Il examine également la tendance des architectes français à promouvoir un langage architectural de la néo-renaissance italienne, inspiré des valeurs défendues par la bourgeoisie du XIXe siècle.

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Neuerscheinung von Caren Reimann

25.10.2021

Die arabischen Evangelien der Typographia Medicea. Buchdruck, Buchhandel und Buchillustration in Rom um 1600, als Band 3 der Reihe „European Identities and Transcultural Exchange: Studies in Art History“ im De Gruyter Verlag.

Neuerscheinung von Caren Reimann: Die arabischen Evangelien der Typographia Medicea. Buchdruck, Buchhandel und Buchillustration in Rom um 1600, als Band 3 der Reihe „European Identities and Transcultural Exchange: Studies in Art History“ im De Gruyter Verlag, die gemeinsam von Sabine Frommel (EPHA, Sorbonne, Paris) und Eckhard Leuschner (Institut für Kunstgeschichte, Universität Würzburg) herausgegeben wird.

Der Band ist aus einer Würzburger Dissertation hervorgegangen und zugleich die erste Buchpublikation des DFG Projekts „Die Typographia Medicea im Kontext: Text und Bild als Medien des Kultur- und Wissenstransfers zwischen europäischen und orientalischen Kulturräumen um 1600“ (geleitet von Prof. Dr. Eckhard Leuschner, Institut für Kunstgeschichte der Universität Würzburg, und Prof. Dr. Gerhard Wolf, Kunsthistorisches Institut in Florenz, MPI)

Die Typographia Medicea (1584–1614) hatte eine Sonderstellung unter den römischen Offizinen des späten 16. Jahrhunderts inne. Unterstützt von Papst Gregor XIII. und finanziert durch Ferdinando de‘ Medici, produzierte sie Bücher auf Arabisch und Chaldäisch, die wissenschaftlichen und missionarischen Ansprüchen zugleich gerecht werden sollten.

Diese Studie wertet die umfangreichen Rechnungsunterlagen und Geschäftskorrespondenzen der Typographia Medicea im Hinblick auf die Frage aus, wie versucht wurde, die Offizin im Netzwerk europäischer Druckereien und des internationalen Buchmarktes zu positionieren. Am Beispiel der arabischen und arabisch-lateinischen Evangelien gibt sie Einblicke in den Ablauf der Buchgestaltung, die Kosten der Buchherstellung, Aushandlungspraktiken mit der päpstlichen Zensurbehörde und die Arbeit von Buchagenten, Künstlern und Diplomaten.

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Neuerscheinung - Wiener Theatervorhänge um 1800

10.02.2020

Neuerscheinung "Wiener Theatervorhänge: Repräsentation, Kunstdiskurs und kulturelles Selbstverständnis um 1800" in der Reihe "European Identities and Transcultural Exchange: Studies in Art History" im De Gruyter Verlag, die gemeinsam von Sabine Frommel (EPHA, Sorbonne, Paris) und Eckhard Leuschner (Institut für Kunstgeschichte, Universität Würzburg) herausgegeben wird.

Das aus einer Würzburger Dissertation hervorgegangene Buch von Susanne Fischer-Kauer widmet sich den hochbedeutenden, doch bislang oft übersehenen bemalten Theatervorhängen Wiens um 1800, also in der Zeit des auch als Lehrer von Martin von Wagner bekannten Akademieprofessors und international vernetzten Klassizisten Heinrich Friedrich Füger (1751-1818). Die Autorin gibt zahlreiche neue Ansatzpunkte zur kunsthistorischen Lektüre dieser einflussreichen Riesengemälde und ordnet sie in die kulturellen Diskurse der Epoche zwischen Wien, Neapel, Paris, Berlin und Weimar ein.

Ein Interview mit Frau Dr. Fischer-Kauer über ihre Veröffentlichung erschien am 18. Februar 2021 online in der "Bühne": Zum Online-Artikel

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